Schon immer lebte ein sangesfreudiges, musikliebendes Völkchen in Jagstzell. So kam es, dass nach der unseligen Inflation 1917 - 1923 sich Ende des Jahres 1923 13 musikliebende Männer, an ihrer Spitze Ulrich Köder und Josef Pfauth, zu einem Verein zur Pflege und Förderung der Volkmusik zusammenschlossen. Wie schwer es damals für die 14 musikbegeisterten Idealisten Josef Pfauth, Franz Schlosser II, Anton Wunder, Anton Köder, Alois Schäfer, Ulrich Köder, Hans Schlosser, Georg Borst, Richard Hauber, Franz Schlosser I, Konrad Köder, Franz Wunder und Alois Stäbler war, die Instrumente zu beschaffen, die 563 Rentenmark kosteten, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. 400 Rentenmark Schulden mussten aufgenommen werden. Für diese verbürgten sich in dankenswerter Weise Altbühlbauer Hans Weber, Altrössleswirt Josef Schmid, Georg Borst, Ulrich Köder und dessen Frau sowie Johannes Schlosser.
Die erste Ausbildung der jungen Musikkapelle war das Werk des Dirigenten Josef Brenner aus Neuler. Mit viel Umsicht und großem Fleiß legte er den Grundstein für das spätere Können der Musiker. Durch fleißiges üben konnte die junge Kapelle schon an Weihnachten 1923 an die Öffentlichkeit treten. In der Kirche spielte sie "Stille Nacht".
Die ersten Vorstände war Ulrich Köder (1923 -1927) und Karl Klotzbücher.
Immer war es schwer, den Verein bei der schlechten Finanzlage zusammenzuhalten, noch schwerer einen geeigneten Dirigenten zu finden. In Jagstzell war keine Möglichkeit; so musste die meiste Zeit ein Dirigent von auswärts beigezogen werden. Das war natürlich für den jungen, finanzschwachen Verein sehr teuer. Der erste Dirigent, Josef Brenner, betreute ja die Musikkapelle um Gotteslohn, doch dem späteren auswärtigen Dirigenten musste wenigstens das Fahrgeld, das Getränk und ein Vesper sowie ein Entgelt für die Proben bezahlt werden.
1925 mühte sich zeitweise Josef Fischer aus Wasseralfingen um den Musikverein und die Ausbildung der Musiker. Ende 1925/1926 hat sich besonders Musikdirektor a.D. Zöller aus Ellwangen der weiteren Förderung der Musiker angenommen. Der Probenbesuch ließ aber viel zu wünschen übrig. In den nächsten Jahren hatte der Musikverein keinen Dirigenten und von 1928 - 1933 keinen Vorstand. Die Musiker waren auf sich selbst angewiesen. Gelegentlich kümmerten sich besonders Musikkamerad Hans Schäfer und Oberlehrer Gebhard Raisch um sie. Vorstände in dieser Zeit waren Franz Hald (1933 - 1934) und Anton Wunder (1934 - 1948).
Während der Herrschaft des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges erreichte der Musikverein seinen schlimmsten Tiefstand. Die älteren Musiker wurden unter die Fahnen gerufen, nur die ältesten und die jüngsten waren noch in der Heimat, es wurde ihnen aber verboten, sich bei kirchlichen Anlässen, an der Krippe oder Pozession, ihrem eigensten Betätigungsfeld, zu beteiligen.
Erst das Jahr 1948, eigentlich das 25. Jahr nach der Gründung des Vereins, brachte dem Musikverein neuen Aufschwung. Mit großem Geschick übernahm damals Franz Hald die Vereinsleitung. Als Dirigent war Bernhard Weinschenk, ein Musiker aus Wasseralfingen, gewonnen worden. Etliche musikbegeisterte heimatvertriebene traten in die Kapelle ein und bereicherten den Klangkörper. Auch wurden von 1948 an passive Mitglieder für den Verein geworben, durch die die Finanzlage des Vereins wesentlich verbessert wurde. 1956 z.B. betrug der Jahresbeitrag 3,- DM. Vor allem Bürgermeister Lechner setzte sich, als er im Juni 1948 gewählt wurde, energisch dafür ein, dass der Musikverein alljährlich eine Beihilfe von der Gemeinde bekam.
So konnte der Verein daran denken, 1951 mit dreijähriger Verspätung sein 25jähriges Jubiläum zu feiern. Während einer langen Regenperiode vor dem Festtermin hatte man große Sorge, ob das Jubelfest ins Wasser fallen würde, aber einen Tag vor Festbeginn heiterte sich der Himmel auf und das Jubiläum wurde ein großer Erfolg.
Am 28. und 29. Juli feierte der Musikverein Jagstzell unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde und 14 auswärtiger Musikvereine, an der Spitze der Patenverein Musikverein Hüttlingen, sein Jubelfest.
Es waren, das Kinderfest am 30. Juli eingerechnet, erhebende, für viele Jagstzeller unvergessenen Tage. Nun stellte sich die Musikkapelle Jagstzell jederzeit selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit. Bei allen Festen und Feiern in der Gemeinde war der Musikverein dabei. Er geleitete am Weißen Sonntag die Kommunionkinder vom Schul- und später vom Schwesternhaus zur Kirche, am 1. Mai besorgte die Kapelle das Wecken an verschiedenen Plätzen und durch die Straßen der Gemeinde. Sie wirkte bei Gottesdiensten mit, spielte an Fronleichnamsfesten bei der Pozession; die ältesten Gemeindebürger erfreuten sie an besonderen Tagen durch Ständchen und wirkten bei Hochzeiten oder Begräbnissen von Vereinsmitgliedern mit. Am Volkstrauertag bereicherten sie die Feiern mit Trauermärschen und mit der alten Weise vom "Guten Kameraden". Am Heiligen Abend spielte dei Kapelle Weihnachtslieder auf dem Schulhof, dem Badberg oder ein Bläserquartett ließ sie vom Kirchturm erschallen. Unsere Musiker spielten auch mit anderen ortsansässigen Vereinen, vor allem während der Weihnachtszeit, Theaterstücke und erfreuten die Besucher zu Beginn und während der Pausen mit ihren Weisen.
Fast in jedem Jahr lud der Musikverein seine Mitglieder und die ganze musikliebende Bevölkerung aus der Gemeinde und der Nachbarschaft zum Neujahrskonzert in die Gasthäuser "Rössle" und "Hobel" ein. Traditionell war auch eine Gabenverlosung damit verbunden, die immer großen Anklang fand.
Zur Fastnachtszeit bestritt lange Zeit die Musikkapelle die Vereins- und Hausbälle und hielt selbst einen Faschingsball ab. Gartenfeste, selbstverständlich unter freiem Himmel, fanden statt beim "Grünen Baum", im Garten von Maria Duss (heute Vaas), Eugen Schneider (heute Pfundstein), Bernhard Wünsch (heute Süß) und bei Josef Hald.
Als Vorstände wirkten damals Ludwig Fröhlich (1953- 1957), Bernhard Wünsch (1957 - 1969). Als 2. Vorstände seien Wilhelm Nestler und Josef Hauber, sowie als Schriftführer Hermann Haßler genannt.
Seit 1948 lag die Kassenführung in den Händen von Hermann Vees, der dieses Amt bis 1989 mit großer Umsicht und Sorgfalt ausübte.
Im November 1955 übernahm ein Sudetendeutscher, der sich in Jagstzell niedergelassen hatte, Otto Schöfer, den Dirigentenstab. Er sammelte auch eine Schar musikliebender junger Jagstzeller um sich und lehrte sie die verschiedenen Instrumente spielen.
Auch Anton Wallinger und andere Musikkameraden machten mit bei der Jugendausbildung. Die aktive Musikkapelle wuchs von bisher 14 Musikanten bis 1963 auf 18 plus 5 Jugendlichen. Otto Schöfer gründete auch ein Handharmonika-Orchester, das die Vortragsfolgen unserer Konzerte bereicherte.
Am 22. November 1961 wurde Anton Wallinger als Dirigent bestätigt und führte bis zu seiner Krankheit 1968 die Kapelle. Während seiner Krankheit trat ein junger Musiker aus den eigenen Reihen als Dirigent an seine Stelle. Es ist Karl Götz. Er sollte die Musikkapelle 29 Jahre lang, bis 1997, leiten. Weitere fleißige Musiker halfen mit, die Ausbildung des Nachwuchses weiterzuführen. Dies waren unter anderen Horst Waldner auf Tuba, Josef Wunder, Tenor- und Es-Horn, Herbert Wachter, Zugposaune, Manfred Hahn, Saxophon und Klarinette und Siegfried Wunder, Flügelhorn und Trompete. Seit der Gründung des Kreisverbandes Ostalb (1973) - früher Kocher-Brenz-Gau - finden alljährlich im Herbst Wochenendlehrgänge für Jugendliche statt. Auch hierhin sendet der Musikverein jährlich talentierte Jungmusiker nach Rindelbach bzw. Westhausen und Neuler. Der Nachwuchslehrgang auf der Burg Niederalfingen in der Osterwoche findet ebenfalls großen Anklang.
Zur Pflege der Kameradschaft wurden regelmäßig Vereinsausflüge unternommen.
Als neues Führungsteam gewählt wurden 1. Vorstand Klemens Wunder (1969 - 1989), der 2. Vorstand Josef Schlosser (1970 - 1983) und der Schriftführer Anton Karl (1970 - 1989). Diese neue Vorstandschaft war zusammen mit dem jungen Dirigenten in den folgenden Jahren der Garant für eine stetige Aufwärtsentwicklung im Musikverein Jagstzell.
1973 zählte die Kapelle 25 aktive Musiker, darunter 12 Jugendliche. Dazu kommen noch die Zöglinge, die auf verschiedenen Instrumenten in Ausbildung stehen.
Bei besonderen Feierlichkeiten in der Gemeinde und auch außerhalb war der Musikverein mit seiner Kapelle zur Mitfeier immer bereit.
Im folgenden seien besonders Ereignisse bis 2003 erwähnt.
Unsere Musikkapelle spielte bei der Einweihung der neuen Jagstzeller Jagstbrücke. Die Musiker Franz Schlosser und Hans Schäfer wurden für ihre langjährige aktive Tätigkeit im Verein geehrt. Der Musikverein zählte 120 Mitglieder.
Für die neue Jagstbrücke wurde eine St.-Nepomuk-Statue eingeweiht. Der Musikverein umrahmte musikalisch die Einweihungsfeierlichkeiten.
Man wirkte bei der Fahnenweihe des Männergesangvereins Dankoltsweiler mit.
Die Musikkapelle nahm bei Wertungsspielen in Schnaitheim und in Crailsheim teil. Als Ergebnis wurde jeweils ein II. Rang erreicht.
Es fand ein gemeinsames Konzert in Stimpfach mit dem dortigen Männergesangverein statt.
Der Vereinsausflug führte nach Baden-Baden und Freudenstadt. Das Wetter war allerdings nicht freundlich. Der Musikverein wirkte bei der Glockenweihe für die Jagstzeller St.-Vitus-Kirche musikalisch mit. Weiterhin beteiligten sich die Musiker bei der Männerwallfahrt zum Schönenberg. 8 Schüler und Jugendliche sind in der Ausbildung.
Man spielte beim 10jährigen Jubiläum des Sportvereins Jagstzell.
Man wirkte beim Schützenfest und der Einweihung des Schützenhauses mit. Es wurden für die Musiker neue Uniformen angeschafft. Man wählte blaue Jacken, graue Hosen und blaue Schirmmützen.
Die neue Turn- und Festhalle wurde eingeweiht. Das erste Neujahrskonzert des Musikvereins wurde in der neuen Halle abgehalten.
Die Feierlichkeiten anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Genossenschaftsbank Jagstzell fand statt. Zu Gunsten der Kirchenrenovation wurde ein gemeinsames Konzert mit dem Männergesangverein Dankoltsweiler und dem Kirchenchor abgehalten. Für langjähriges Musizieren wurden Hans Schlosser, Hermann Vees, Michael Pfundstein und August Wunder geehrt.
Der Musikverein spielte bei der Einweihung des neuen Sportplatzes und von nun an regelmäßig beim Gartenfest in der Nachbargemeinde Stimpfach.
Der Kreisverband der Kleintierzüchter hielt eine Jungtierschau in der Turnhalle ab, anlässlich dieser gab die Musikkapelle ein Platzkonzert auf dem Badberg. Die Kapelle gab musikalisch dem tödlich verunglückten aktiven Musiker Heinz Loppnow das letzte Geleit. Es fand ein Wertungsspiel in Crailsheim statt, bei dem ein gutes Ergebnis erreicht wurde. Nach langer Zeit fand der erste 2-Tages-Ausflug an den Königssee statt. Von jetzt an fährt man alle zwei Jahre über das Wochenende weg.
Der Osterlehrgang auf der Burg Niederalfingen besuchten 10 Jungmusiker. Ab diesem Jahr spielte man regelmäßig bei den Gartenfesten des Musikvereins Ellenberg und der Sängergruppe Saverwang. Der Verein zählt 195 Mitglieder.
Pfarrer Schmucker feierte sein 40jähriges Priesterjubiläum, das die Kapelle zusammen mit dem Kirchenchor musikalisch umrahmte. Auch feierte die Kolpingfamilie ihr 25jähriges Bestehen, das der Musikverein musikalisch mitgestaltete. Bei der Einweihung der St.-Wendelin-Statue wirkte er mit. Der Musikverein wurde beim Amtsgericht Ellwangen in das Vereinsregister eingetragen.
Der Musikverein feierte vom 6. - 9. Juli sein 50jähriges Bestehen. Dieses Fest war nicht nur ein Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte, sondern es gestaltete sich auch zu einem besonderen Fest für die ganze Gemeinde. Die neuen, schmucken Uniformen wurden im Hinblick auf das Jubiläum angeschafft. Im Bericht über das Fest heißt es:
Das Fest begann am Freitagabend mit einem bunten Abend, der die Teilnehmer begeisterte. Der Samstagnachmittag war der Heimat gewidmet. Am Kriegerdenkmal gedachte man der Toten. Die Musikkapelle spielte, der Kirchenchor sang und nach einem Gedichtvortrag sprach Herr Pfarrer Klopfer, Rosenberg, der die seit dem 16. Mai verwaiste Pfarrgemeinde Jagstzelle versorgte, das Gebet für die Toten der Heimat. Anschließend begrüßte im Festzelt der 1. Vorsitzende, Herr Klemens Wunder, die frohe Festgemeinde mitsamt den aus der Ferne gekommenen Jagstzellern; ebenso sprach Herr Michael Hilsenbek, der Festleiter, Worte der Begrüßung. Die Festrede hielt Herr Bürgermeister Lechner. Er pries nicht nur den Jubelverein als beachtlichen Kulturträger der Gemeinde, sondern verstand es auch, unser Dorf als einen reizenden Teil des Virngrundes darzustellen. Der Schülerchor unter Leitung von OL Fauser, der Kirchenchor mit seinem Dirigenten Rektor Hieber und der Gesangverein Dankoltsweiler, unter der Leitung von Frau Suhm, bereicherten mit ihren gekonnten Vorträgen das Programm.
Beim Festabend im Zelt eröffnete der Patenverein Hüttlingen, unter Leitung von Erwin Köder, die reichhaltigen Darbietungen. Der 1. Vorsitzende begrüßte wieder die zahlreich erschienenen Gäste von nah und fern. Nach dem Festprolog, der von einer der Festdamen, Frl. Claudia Schimmele, vorgetragen wurde, und einem Konzertstück des Patenvereins, hielt Herr Bürgermeister Lechner die Festansprache. Zahlreiche Glückwünsche wurden von auswärtigen Vereinen überbracht. Nach einer meisterhaft gespielten Ouvertüre, "Europaparty" von Willi Lange, durch den Jubelverein, überbrachte der Vorsitzende des Kocher-Brenz-Gaues die Glückwünsche von Bund und Gau zum 50. Wiegenfest und zeichnete folgende Mitglieder aus: Für 40 Jahre aktiven Dienst als Musiker erhielt Herr Hans Schlosser eine Bundes-Ehrenurkunde und die Anstecknadel in Silber. Für 20jährigen Dienst erhielten die Herren Klemens Wunder, Josef Wunder, und Herbert Wachter die Ehrennadel in Silber und für 10jährigen Dienst erhielt Herr Hermann Wunder die Ehrennadel in Bronze. Für 20jährige Mitarbeit als Ehrenvorsitzender und für Jugendwerbung erhielt Herr Bürgermeister Lechner die Bundesfördernadel in Gold. Für 40jährige passive Mitgliedschaft erhielten die Herren Michael Fuchs, Franz Geiger, Josef Schmid sen. und Hans Weber sen. die Ehrennadel in Gold.
Der Musikverein unterstrich die Ehrungen mit dem Marsch "Silberstreifen". Das "Schützenliesel-Balett", von den Festdamen vorgetragen, löste großen Applaus aus. Die Darbietungen der anwesenden Chöre sowie des Musikvereins wurden begeistert aufgenommen. Landrat Wabro überbrachte die Glückwünsche des Kreises. Der Musikverein Jagstzell tauschte mit dem Patenverein Hüttlingen Musikinstrumente aus. Mit konzertanter Unterhaltungsmusik füllte der Patenverein den Abend.
Der Sonntag, 8. Juli 1973, begann mit dem "Wecken" durch den Musikverein Jagstzell. Der damalige Stadtpfarrer von St. Maria in Aalen, Herr Pfarrer Eugen Schneider, ein Sohn der bürgerlichen Gemeinde Jagstzell hielt den Festgottesdienst im Zelt. Seine Festpredigt stand unter dem Motto "Heimat als Verantwortung und Aufgabe". Der Musikverein spielte die Schubertmesse.
Bis zum Mittagessen unterhielt der Musikverein Rosenberg die Festgäste im Zelt. Der Festumzug am Nachmittag war mit seinen 23 Kapellen der Gastvereine aus nah und fern, mit den Festdamen in rosafarbenen Kleidern, der Festkutschen mit der Prominenz und den Alten Herren, mit sechs Festwagen und vier Festgruppen ein unvergessliches, farbenprächtiges Bild, eine rechte Augenweide für die den reichgeschmückten Festzugsweg entlang stehender Menschenmenge, die mit Fotos und Filmgeräten die herrlichen "vorbeiziehenden Bilder für das Album oder das Vorführgerät für spätere Zeit und die nachkommende Generation bewahrten" - so lesen wir im Bericht darüber.
Nach dem Fahneneinmarsch, zu dem der Patenverein Hüttlingen spielte, begrüßte Vorstand Klemens Wunder die Gastvereine im gefüllten Festzelt. Bürgermeister Lechner hielt die Festrede und dankte allen Beteiligten beim Festzug. Die Gastvereine gaben ihre Musikvorträge zum Besten und alle ernteten reichen Beifall. Der Musikverein Stimpfach leitete zu begeisternder Stimmungsmusik über. Die Egerländer Trachtenkapelle spielte am Abend zum Tanz auf. Am Montag, 9. Juli 1973, wurde ein Kinderfest abgehalten. Nach einem farbenfrohen Festzug zeigten die Kinder im Freien und auf der Bühne Spiele und Reigen und erfreuten alle damit. Für Unterhaltungsmusik sorgte anschließend der Musikverein Jagstzell bis spät in die Nacht und das gelungene Fest fand so bei Heiterkeit und Fröhlichkeit seinen Abschluss.
Von nun an wird die Vereinsgeschichte chronologisch Jahr für Jahr weitergeführt. Im Laufe des Jahres 1973 waren vielfältige Einsätze in der Gemeinde Jagstzell, aber auch Mitwirkungen bei auswärtigen Musikfesten, so beim 125jährigen Jubiläum des Musikvereins Röhlingen, beim Gartenfest des Musikvereins Ellenberg, beim 50jährigen Bestehen des Gesangvereins Hohenberg, bei einem Musikfest in Nattheim, beim Sängerfest in Saverwang, beim 125jährigen Stiftungsfest des Musikvereins in Adelmannsfelden, beim Schützenverein in Ellenberg. Dem neugewählten Bürgermeister Herrn Wilfried Herrmann in Jagstzell brachte die Musikkapelle am 23. September ein Ständchen und spielte bei der Einsetzung am 14. November. Bei der Investitur von Herrn Pfarrer Ludwig Herz am 13./14. Oktober wirkte die Musikkapelle ebenfalls mit.
Am 10. Januar war die erste Beratung der Vorstandschaft mit dem Bürgermeister und Gemeinderat über den Ausbau des Dachgeschosses der "alten Schule" zu einem Probelokal. Im Laufe des Jahres wurde unter Mitwirkung von freiwilligen Helfern in 700 Arbeitsstunden das Probelokal erstellt und von den Vereinsmitgliedern und zusammen mit den Gemeinderäten als Hausherren zünftig eingeweiht. Anlässlich der Firmung am 6. Juli begleitete die Musikkapelle den Bischof mit Musik zur Kirche. Am 8. Juli gab die Kapelle dem Altbürgermeister und Ehrenvorstand Otto Lechner das Grabgeleit. Am 22. Juli spielten die Musiker in der Kirche beim Requiem für den am 18. Juli verstorbenen früheren Ortspfarrer Konrad Schmucker, und ein Bläserduett spielte am folgenden Tag bei der Beerdigung in Ehingen. Am 8. September geleitete die Musikkapelle Geistlicher Rat, Pfarrer und Dekan i.R. August Schellmann zur Feier des 50jährigen Priesterjubiläums in die Kirche und spielte am Nachmittag bei der Gemeindefeier in der Turn- und Festhalle.
Wie alljährlich wurde ein dreitägiges Gartenfest gefeiert. Bei der Mitwirkung zum 50jährigen Jubiläum des Musikvereins Hüttlingen erhielt der Verein bei der Marschmusikbewertung den ersten Rang mit Auszeichnung. Beim Basar für den Kindergarten wirkte der Verein ebenfalls mit sowie am 2. November bei der Einweihung der neu erstellten Leichenhalle mit Friedhoferweiterung in unserer Gemeinde.
Mit ihren Darbietungen erfreute die Musikkapelle die Kranken im Kreiskrankenhaus in Ellwangen und in der Universitätsklinik in Ulm. Beim Jugend-Kritik-Spiel in Mutlangen wurde die Jugend mit "gut - sehr gut" benotet und bei der Marschmusikbewertung in Mögglingen erhielt die Kapelle den ersten Rang. Der Vereinsausflug, der all zwei Jahre durchgeführt wird, führte in diesem Jahr nach Österreich, Italien und die Schweiz.
Am 24. April spielte die Kapelle beim Hauptgottesdienst und anschließend auf dem Friedhof bei der Einweihung der Priestergedächtnisstätte. Das dreitägige Gartenfest fand vom 26. - 28. August statt. Am 25. November wurde Weihbischof Herre anlässlich der Firmung mit Musik zur Kirche geleitet. In diesem Jahr wurde der Höchststand an aktiven Musikern seit Bestehen des Vereins gezählt. 31 aktive Musiker, darunter 10 Jugendliche.
Beim Blasmusikkonzert in der Sechtahalle in Röhlingen am 9. Mai hatte der Verein den zweiten Teil des Konzertabends übernommen. Am 25. Mai, dem Vorabend von Fronleichnam, spielte die Kapelle in der Vorabendmesse, die Bischof Romer aus Brasilien zelebrierte, der hier zu Besuch weilte. Durch die Mitwirkung des Bischofs war die Fronleichnamsprozession besonders feierlich, die Musikkapelle spielte ebenfalls. Am Jugend-Kritik-Spiel in Lautern wurde teilgenommen. Der Vereinsausflug führt durch Vorarlberg und Tirol. Am 26. November erfreute die Kapelle die Besucher des Basars in der Turn- und Festhalle. 39 Musiker spielen jetzt im Verein, darunter 20 unter 18 Jahren, sieben Jugendliche sind in Ausbildung.
Die Musikkapelle spielte - wie alljährlich - am Weißen Sonntag, am 1. Mai, am Fronleichnamsfest, am Volkstrauertag, bei Gottesdiensten am 13. Mai und 2. Dezember - dem Kolpinggedenktag - sowie am Heiligen Abend und bei der Krippenfeier der Kinder am Weihnachtstag und beim Theaterabend des Kolpingvereins. Das Jahreskonzert wurde durchgeführt, und bei Hochzeiten und Beerdigungen sowie zahlreichen auswärtigen Veranstaltungen wirkte die Kapelle mit.
Bei der Jahreshauptversammlung am 22. März konnte der Vertreter des Kreisverbandes Ostalb im Deutschen Musikerbund, Herr Schmid, zahlreiche Ehrungen vornehmen. Bei der Marschmusikbewertung in Herlikofen erhielt die Kapelle wieder den ersten Rang mit Belobigung und beim Jugend-Kritik-Spiel in Waldhausen erspielten die Jungmusiker das Prädikat "gut - sehr gut". Es fand die erste mit dem Sportverein gemeinsam veranstaltete Faschings-Prunksitzung statt. Beim ersten Jagstzeller Straßenfest, das am 7. und 8. Juni nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten an der "Crailsheimer Straße" und der Hauptstraße, sowie der Neugestaltung des Rathausplatzes, in uneigennütziger Zusammenarbeit aller Vereine durchgeführt wurde, wirkte auch der Musikverein mit. Das Fest war, wie alle Feste, die in Jagstzell gefeiert werden, ein großartiges Erlebnis für viele aus nah und fern. Am Samstagabend wirkte der Musikverein bei dem abwechslungsreichen Programm mit, ebenso unterhielt er beim Frühschoppen am Sonntagmorgen und am Sonntagnachmittag die Jagstzeller und die zahlreichen Gäste mit flotten Weisen. Dank der hervorragenden Organisation, insbesondere des Festleiters Herrn Josef Schlosser sen., Kellerhof, waren diese Festlichkeiten in der Tat ein Gemeinde- und Heimatfest im wahrsten Sinne des Wortes. Der Reinertrag von ca. 15000 DM wurde gemeinnützigen Zwecken innerhalb der Gemeinde zugeführt. So erhielt der Kindergarten 4000 DM, der Krankenpflegeverein 3000 DM und die Grund- und Hauptschule den verbleibenden Restbetrag von ca. 8000 DM zur Anschaffung eines Klaviers.
Neben den alljährlichen stattfindenden Auftritten in der Gemeinde fand am 17. Mai ein Platzkonzert auf dem Rathausplatz statt. Beim ersten Schulsportfest am 23. Mai spielte die Kapelle am Nachmittag. Am 5. Mai war die 25-Jahr-Feier in Fachsenfeld und des Kreisverbandsmusikfest. 40 Musikkapellen nahmen teil und ca. 2000 Musiker spielten. Unsere Kapelle spielte beim Umzug und im Festzelt. Am 18. Juli geleitete die Musikkapelle Hans Schlosser, der über 50 Jahre der Musik und dem Verein gedient hat, zu Grabe. Bei der Gemeindefeier am 11. Oktober "60 Jahre Schwesternstation in Jagstzell" wirkte die Kapelle mit.
Am 15. Mai spielte die Kapelle auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Hall. Am 18. und 19. September wirkte die Kapelle bei der Priesterweihe und Primiz von Pater Anton Schneider mit, wie bei seiner Verabschiedung am 13. Januar 1983
Die Feierlichkeiten zum 60jährigen Jubiläum des Musikverein Jagstzell wurden am 8. Januar mit einem Konzert, bei dem neben der Jubiläumskapelle der Musikverein Waldstetten mitwirkte, eröffnet. Neben vieler Vorbereitungen auf das bevorstehende Vereinsjubiläum hatte die Kapelle im Jubeljahr 40 Auftritte u. a. das gemeinsame Konzert mit den Musikfreunden aus Rechenberg in Stimpfach, ein Ständchen für den Landrat Dr. Diethelm Winter, die Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeuges am 15. Juni oder gar als Festkapelle beim Jubiläum der Sängergruppe Saverwang. Vom 15. Juli bis 18. Juli wurde das 60jährige Jubiläum mit Fahnenweihe, verbunden mit dem 5. Kreisverbandsmusikfest, gefeiert. Die festlichen Tage begannen am Freitag mit einem großen bunten Abend. Nach der Eröffnung des Musikvereins und einem Grußwort des 1. Vorsitzenden Klemens Wunder gehörte die Bühne ganz den Akteuren des Abends. Durch das Programm führte der schwäbische Humorist Jakob Welzenbach. Das Programm wurde eröffnet durch die zwei "Pfrondtner Jodla-Föhla". Bei dem was die beiden Akrobaten "Gerd und Jürgen" boten, hat sich mancher Zuschauer allein durch das Mitverfolgen den Hals verrenkt. Einen weiteren Höhepunkt dieses Abends bildeten die "Original Riasr Goißlschnalzer", die zur Musik mit der Peitsche knallten. Dass mit diesem ungewöhnlichen Musikinstrument nicht einfach umzugehen ist, musste auch Bürgermeister Wilfried Herrmann feststellen, der es fertig brachte, sich ohne Blessuren wacker zu schlagen. Begeisterte Zustimmung fanden die "Rosanis Sisters" mit ihrem Tanz und Akrobaten-Cocktail. Den glanzvollen Abschluss des Programms bildeten neben den Clowns "Zwei Trolly´s" die Gruppe "The Heirolls" mit ihrer rasanten Rollschuhartistik. Für den Rest des Abends wurden die Besucher durch den Musikverein Röhlingen unter Leitung von Otto Gurko unterhalten. Bei einem Gemeindeempfang am Samstagvormittag konnte Bürgermeister Herrmann, der Schirmherr des Festes, die Vorstandschaft des Musikkreisverbandes, die Vorstandschaft der Jubiläumskapelle sowie die beiden Wertungsrichter Musikdirektor Helmut Haase-Altendorf und Musikdirektor Alban Nieder zum Kreisverbandsmusikfest begrüßen. Mit einer Rekordbeteiligung traten am Samstagnachmittag und am Sonntagmorgen insgesamt 28 Kapellen aus allen Teilen des Ostalbkreises und dem benachbarten Hohenlohe vor die Wertungsrichter.
Der Höhepunkt des Samstags bildete sicherlich der Festabend, der musikalisch durch den Patenverein Hüttlingen mit einem festlichen Marsch eingeleitet wurde. Nach dem Prolog der Festdamen richtete Schirmherr Wilfried Herrmann das Wort an die zahlreichen Besucher. Er unterstrich dabei die Wichtigkeit der Musik für das öffentliche Leben. Nachdem die Vorsitzenden der Musikverein Hüttlingen und Jagstzell Dankbotschaften und Geschenke ausgetauscht hatten, leiteten die Jagstzeller Musiker mit der "Feodora Ouvertüre" die Ehrungen des Abends ein, bei denen der 1. Vorsitzende Klemens Wunder für seine jahrzehntelange Arbeit als hohe Auszeichnung die goldene Bundesfördermedaille am Bande erhielt. Der langjährige 2. Vorsitzende und Festleiter des 60jährigen Jubiläums Josef Schlosser sen. wurde mit der silbernen Bundesfördermedaille am Bande ausgezeichnet. Einen bunten Melodienstrauß boten an diesem Abend der Kirchenchor Jagstzell und der Gesangverein Dankoltsweiler. Besonderen Applaus ernteten die Festdamen, die mit ihren Tänzen die Besucher besonders begeistern konnten. Mit Unterhaltungsmusik bis in die späten Stunden sorgte der Musikverein Hüttlingen für einen gelungenen Abschluss dieses Festabends.
Am Sonntagmorgen wurde in der St.-Vitus-Kirche beim Gottesdienst, der von der Jagstzeller Musikkapelle festlich umrahmt wurde, die neue Fahne geweiht und dem Fahnenträger Josef Kaiser übergeben. Pfarrer Herz, der den Gottesdienst hielt, betonte in seinem Wort an die Gemeinde die Bedeutung der Musik im Leben eines Christen. Die Fahne soll nicht nur als ein Geschenk, sondern auch als verpflichtendes Zeichen der Gesamtheit angesehen werden. Nach dem Gottesdienst wurde am Kriegerdenkmal der Toten gedacht, ganz besonders auch der ehemaligen Mitglieder des Musikvereins. Anschließend marschierte man mit Musik zum Festzelt. In den Nachmittagsstunden des Sonntags zogen in ganzen Autokolonnen die vielen Musiker und die zahlreichen Gäste nach Jagstzell zum Festzug, der sich mit 48 Kapellen, unterbrochen von zahlreichen Festgruppen der Jagstzeller und der Schule, durch das festlich geschmückte Dorf bewegte. Die ganze Gemeinde klang bei schönstem Musikerwetter von den Melodien der marschierenden Kapellen, denen die Zuschauer reichlichen Beifall spendeten. Unter der Leitung von Kreisverbandsdirigent Georg Eichele stellten sich die Kapellen dann zum Gesamtchor auf dem Festplatz auf, und aus 2000 Instrumenten erklangen machtvoll die festlichen Weisen durch das Jagsttal. Tief beeindruckt dankten die vielen Zuhörer den Musikern für ihr Engagement im Dienste der Musik. Bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse des Wertungsspiels, bei der Ehrenpreise in jeder Stufe vergeben wurden, stieg die Spannung im vollbesetzten Festzelt. Bei hochsommerlichen Temperaturen fand dann als Abschluss der Jubiläumsfesttage am Montag das Gemeindekinderfest statt. Den farbenprächtigen Festzug führten die Jubelkapelle mit der neugeweihten Vereinsfahne und den Festdamen an. Die Lehrer der Grund- und Hauptschule Jagstzell hatten sich, ebenso wie der Kindergarten, alle Mühe gegeben, um sich in den verschiedensten Gruppen und Festwagen u. a. als "Die Neue Deutsche Welle", "Schule anno dazumal", "Wanderzirkus" den zahlreichen Zuschauern darzustellen. Aber auch die herrlich geschmückten Festwagen der Vereine, die in mühevoller Arbeit zusammengestellt waren, fanden reichlich Beifall bei dem die Hauptstraße und Bundesstraße säumenden Publikum. Bürgermeister Herrmann konnte ca. 500 Kinder und Festbesucher im Zelt begrüßen. Rektor Pistohl von der Grund- und Hauptschule gab den Kindern sodann den Spiel-Parcours des Festgeländes, auf dem sie ihr Talent u. a. beim Fahrradhindernisfahren, Brettnageln, Kegeln, Klettermast und vieles mehr beweise konnten, frei. Es bleib nicht aus, dass sich auch die Lehrerschaft und der Gemeinderat im Sackhüpfen maßen. In gelöster Stimmung ließ man sich am Abend von der Kapelle des Musikvereins Rosenberg unterhalten.
Bei der Jahreshauptversammlung im März wurden Adolf Borst, der seit 1954 im Verein tätig und jahrelang passives Ausschussmitglied war, sowie Josef Schlosser sen. zu Ehrenmitgliedern ernannt. Josef Schlosser war 13 Jahre 2. Vorstand des Vereins und Festleiter des 60jährigen Jubiläums. Ihre größten Einsätze während des Jahres hatten die Musiker beim 2. Jagstzeller Straßenfest und beim Gartenfest, das vom 24. - 26. August stattfand. Der Vereinsausflug führte im September auf den Herzogstand am Walchensee. Auch in der Jugendausbildung konnten Erfolge verzeichnet werden. So erhielten die Jungmusiker beim Jugendkritikspiel in Mutlangen die Note "gut bis sehr gut". Im September begleiteten die Musiker den am 24. verstorbenen ehemaligen Vorstand (von 1957 - 1969) Bernhard Wünsch zu Grabe.
Traditionell begann das Jahr am 5. Januar mit dem Jahreskonzert, bei dem als Gastkapelle der Musikverein Adelmannsfelden mitwirkte. In diesem Jahr nahm der Musikverein bei zwei Wertungsspielen teil. Man erzielte am 30. Juni beim Wertungsspiel in Hüttlingen einen 1. Rang mit Belobigung, und als beste Kapelle in der Mittelstufe erhielt man den Ehrenpreis des Landkreises Ostalb. Eine Woche später beim Wertungsspiel in Crailsheim wurde die musikalische Darbietung ebenfalls mit einem 1. Rang belohnt. Am 6. und 7. Juli wurde in Jagstzell die Primiz von Siegbert Denk gefeiert. Die Musikkapelle holte den Primizianten bei dessen Elternhaus ab und begleitete ihn musikalisch zum Primizgottesdienst in die St.-Vitus-Kirche. Im Lauf des Jahres begannen 18 Jugendliche mit der musikalischen Ausbildung im Verein. Am 22. Oktober feierte der 1. Vorsitzende Klemens Wunder seinen 50. Geburtstag (Protokoll Generalversammlung: Es wurde bei verschiedenen Musikern ziemlich spät).
Am 4. Januar fand das Jahreskonzert in der Turn- und Festhalle statt. Zu Gast war bei diesem Konzertabend die Musikkapelle aus Umpfertal, die Kontakte wurden durch den aktiven Musiker Herbert Wachter geknüpft. Bei der Jahreshauptversammlung wurden alle Funktionsträger in ihren Ämtern bestätigt. Bei den anschließenden Ehrungen wurden aktive Musiker ausgezeichnet. Beim Jugendkritikspiel in Essingen erhielt eine Gruppe Jungmusiker den Preis für den besten Vortrag. Zum ersten Mal fand das Sommerfest in der Abbundhalle des 2. Vorsitzenden Josef Schlosser jun. statt. Im Laufe des Jahres wurde, da der alte Proberaum zu klein war, mit dem Ausbau des neuen Proberaumes, welcher zuvor ein Klassenzimmer im alten Schulhaus war, begonnen.
Für 10 Jahre aktive Tätigkeit im Verein wurden beider Jahreshauptversammlung Norbert Gschwender, Matthias Schlosser sowie Thomas Schlosser und für 20 Jahre aktive Tätigkeit im Verein Richard Mayer, Gebhard Wunder und Siegfried Wunder ausgezeichnet. Der Dirigent Karl Götz erhielt für 20 Jahre aktive und für 20 Jahre Funktionärs- und Dirigententätigkeit die Fördermedaille des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg in Silber. Eine ganz besondere und seltene Auszeichnung erhielt der altgediente Musiker und Kassenverwalter Hermann Vees sen. Für über 40jährige Zugehörigkeit als aktiver Musiker und Kassierer ehrte ihn der Vertreten des Kreismusikverbandes Ostalb, Herr Georg Schmid, als ersten Jubilar im Kreisverband mit der internationalen Auszeichnung der CISM-Medaille sowie der Landesehrennadel in Gold. Im März fand eine Rundfunkaufnahme für die Sendung "Durch Stadt und Land" des Süddeutschen Rundfunks statt. Am 30. Oktober wurde im neuen Proberaum des Musikvereins die erste Probe abgehalten.
Am 25. März wurde das neue Probelokal eingeweiht. Beim Jugendkritikspiel am 23. und 24. April in Bopfingen erzielten die Jungmusiker sehr gute Ergebnisse. Die Aktivenkapelle holte sich bei der Marschmusikbewertung in Neresheim als beste Kapelle in der Kategorie C einen 1. Rang und den Wanderpreis des Ostalbkreises. Im Bereich der Jugendausbildung fand vom 23. - 28. Mai ein Lehrgang auf der Alpe Hohenegg in Steibis statt. Das 3. Jagstzeller Straßenfest, bei dem der Musikverein die musikalische Unterhaltung übernahm, wurde vom 10. - 12. Juni abgehalten. Ein 2tägiger Ausflug führte ins Elsaß. Dort wurde u. a. die Stadt Straßburg besichtigt. Wie jedes Jahr wirkte der Musikverein bei regelmäßigen Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde mit. So beim Altennachmittag, Weißer Sonntag, 1. Mai, Fronleichnamsprozession, Volkstrauertag, bei vorweihnachtlichen Weisen in der Adventszeit nach dem Hauptgottesdienst, im Kreiskrankenhaus Ellwangen und in der St.-Anna-Klinik Ellwangen, oder am Heiligen Abend und in der Krippenstunde.
Eine besondere Ehrung erhielt der Vorsitzende Klemens Wunder beim Jahreskonzert am 7. Januar. Er wurde mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und vom Kreisverband mit der CISM-Medaille ausgezeichnet. Bei diesem Konzert war zu Gast die Musikkapelle Hohberg-Plüderhausen, in deren Reihen mit Manfred Hahn ein ehemaliger Jagstzeller Musiker mitspielte. Bei der Jahreshauptversammlung wurde anstelle von Klemens Wunder, der nach 20 Jahren abtreten wollte und bei 2 Vereinsjubiläen dem Verein vorstand, dessen Sohn Siegfried Wunder zum 1. Vorstand gewählt. Kassierer Hermann Vees sen., der die Vereinskasse über 40 Jahre gut verwaltet hatte, gab sein Amt ab. Sein Sohn Hermann Vees jun. wurde einstimmig gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Weitere aktiver Musiker wurden geehrt. Außerdem wurde von der Versammlung der langjährige 1. Vorsitzende Klemens Wunder zum Ehrenvorsitzenden und der langjährige Kassierer Hermann Vees sen. zum Ehrenmitglied ernannt. In die Kapelle wurden 11 Jugendliche aufgenommen. Insgesamt hat der Musikverein 308 Mitglieder, davon sind 45 aktiv in der Kapelle.
Ein weiterer Erfolg in der Vereinsgeschichte konnte beim Landesmusikfest in Aalen erzielt werden. Der Musikverein erreichte beim Wertungsspiel in der Mittelstufe einen 1. Rang mit Belobigung. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Umzug am nächsten Tag wird den Musikerinnen und Musikern in Erinnerung bleiben, denn während des Umzuges begann es fürchterlich zu regnen und alle waren total durchnässt. Im September ging der Musikverein beim Ausflug auf große Fahrt. Ziel war in diesem Jahr der Bayerische Wald mit dem Großen Arber und die Stadt Passau. Am 6. Oktober wurde gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Jagstzell das 2. Weinfest in der Turn- und Festhalle abgehalten. In diesem Jahr bildeten sich zwei Untergruppen aus dem Musikverein: die Tanzkapelle "Lädds Däns" und die Brass-Gruppe "Brass Alone".
Beim Jahreskonzert am 5. Januar, bei dem der Musikverein Ebnat zu Gast war, konnte der Vertreter des Kreisverbandes Georg Schmid für 40jähriges Musizieren Herbert Wachter und den Ehrenvorsitzenden Klemens Wunder mit der goldenen Ehrennadel des Blasmusikverbandes auszeichnen. Für 20jährige Funktionärstätigkeit wurde Josef Hahn mit der goldenen Fördermedaille geehrt. Weitere aktive Musiker wurden für 10jähre aktive Tätigkeit geehrt werden. In Folge des Golfkrieges fanden in Jagstzell keine Faschingsveranstaltungen statt. Am 17. März fand zum ersten Mal in der Jagstzeller St.-Vitus-Kirche ein Kirchenkonzert statt, das zusammen mit dem Kirchenchor abgehalten wurde. Der Erlös aus dem Kirchenkonzert in Höhe von 2.000 DM kam dem Kindergarten zugute. Am 28. April spielte die Kapelle bei der Verabschiedung von Pfarrer Ludwig Herz und ein paar Wochen später am 1. Juni bei der Amtseinsetzung von Pfarrer Johannes Weimar.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Vorstandschaft wieder gewählt. Neu gewählt wurde für den ausscheidenden Schriftführer Hans Schlosser jun., der das Amt 12 Jahre ausübte, Norbert Gschwender. Am 8. Mai umrahmte der Musikverein die Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum der Raiffeisenbank Jagstzell. Beim Wertungsspiel am 9. Mai in Hüttlingen konnte wieder ein Erfolg in der Vereinsgeschichte des Musikvereins verbucht werden. In der Mittelstufe erzielte man die Note "sehr gut". Das 4. Jagstzeller Straßenfest fand vom 12. - 14. Juni statt, bei dem der Musikverein beim Sternmarsch, dem Turmblasen und bei der musikalischen Umrahmung am Freitag und Samstag mitwirkte. Vom 12. - 13. September führte ein Ausflug in die Schweiz. Mit dem Bernina Express fuhr man durch die Berglandschaft des Oberengadin. Das gemeinsame Weinfest mit dem Obst- und Gartenbauverein wurde am 24. Oktober abgehalten. Bei einer Modenschau präsentierten die "Jagstzeller Modells" die neuesten Modetrends.
Den Auftakt zum 70jährigen Bestehen des Musikvereins bildete am 9. Januar das Jubiläumskonzert. Neben der neugegründeten Jugendgruppe der Musikvereine Jagstzell und Rosenberg und dem Jubelverein war die Patenkapelle des Musikvereins Hüttlingen mit von der Partie. Es wurden auch vier Musiker mit insgesamt über 100 Jahre Treue zum Verein geehrt. Auf 40 Jahre aktive Zugehörigkeit zum Musikverein Jagstzell blickte Josef Wunder zurück. Er erhielt die goldene Ehrennadel zusammen mit einer Ehrenurkunde. Seit 35 Jahren im Musikverein und seit 25 Jahren Dirigent hatte Karl Götz ein wichtiges Kapitel in der Jagstzeller Musikgeschichte geschrieben. Für diese vielfältigen musikalischen Leistungen wurde ihm die Fördermedaille in Gold des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg übergeben. Am 5. März wurde der langjährige Kassierer und Ehrenmitglied Hermann Vees sen., der bei allen Musikern ein stets geschätzter Musikkamerad war, zu Grabe geleitet. Beim 150jährigen Feuerwehrfest der freiwilligen Feuerwehr Jagstzell vom 14. - 17. Mai wirkte die Kapelle u.a. beim Festabend und bei den Festzügen als Festkapelle und mit einem Festwagen mit. Die Jugendgruppe Jagstzell/Rosenberg erzielte beim Jugendkritikspiel in Ebnat die Note "gut" ebenso weitere Jugendliche beim Spiel in kleinen Gruppen. Das Klarinetten/Flöten-Duo Andrea Geiger und Kerstin Götz erhielten neben der Note "sehr gut" einen Pokal als Gruppenbeste.
Mit einem großen Konzert, gleichzeitig das letzte in der alten Gemeindehalle, hat der Musikverein am 8. Januar die Feierlichkeiten zu seinem 70jährigen Bestehen beendet. Rund 70 Musiker bestritten ein dreistündiges Programm. Die Spielgemeinschaft der Jungmusiker von Jagstzell und Rosenberg eröffneten den bunten Melodienreigen. Anschließend stellte sich die 5köpfige Brass-Gruppe des Musikvereins vor. Drei Ouvertüren, darunter den "Barbier von Sevilla", hatte Karl Götz an den Anfang des 2. Konzertteiles, der 44 Personen umfassenden Musikkapelle, gestellt. Unsere Tanzkapelle "Lädds Däns" spielte anschließend zur Unterhaltung der Gäste. Beim Schulfest der Grund- und Hauptschule Jagstzell am 18. September wurde das Stück "Die Party bei Hänsel und Gretel" aufgeführt, bei dem eine "außergewöhnlich zusammengestellte Combo" des Musikvereins den Schulchor unterstützte. Der Ausflug führte in diesem Jahr nach Österreich zum Achensee. In der Adventszeit am 4. Dezember waren beim 2. Kirchenkonzert barocke, romantische und ganz neuzeitliche Klänge und Rhythmen in der St.-Vitus-Kirche zu hören, vorgetragen von unserer Kapelle und dem Kirchenchor.
Bei der Jahrehauptversammlung wurde der jährliche Beitrag von 20,- auf 25,- DM erhöht. Anlässlich der Wiedereinweihungsfeierlichkeiten der Turn- und Festhalle wurde die offizielle Einweihung von der Brass-Gruppe umrahmt. Das Festkonzert am 6. Mai gestalteten gemeinsam der Musikverein und der Gesangverein Dankoltsweiler. Sehr gut besetzt, so die Wertungsrichter, präsentierte sich am 9. Juli die Kapelle am Wertungsspiel beim Kreisverbandsmusikfest in Neuler. Sichere Rhythmik und präzise Spielweise zeichneten den "Festtag in der Toscana" als Selbstwahlstück und "Schwabenland" als Pflichtstück aus. Man wurde mit 94 von 100 möglichen Punkten mit der Note "sehr gut" belohnt. Außerdem erhielt der Musikverein als beste unter 14 teilnehmenden Kapellen der Mittelstufe den Ehrenteller des Landrates. Dieser Erfolg in der 72jährigen Vereinsgeschichte wurde mit Marschmusik durch Jagstzell gebührend gefeiert.
Einen bunten Melodienstrauß boten der Musikverein und der Gastverein aus Unterkochen beim Jahreskonzert am Drei-Königs-Tag in der neu renovierten Gemeindehalle. Für aktive Tätigkeit im Verein wurden mehrere Musiker geehrt. Im Juni fand das 5. Jagstzeller Straßenfest statt, bei dem der Musikverein neben der Bewirtung für die musikalische Umrahmung zu sorgen hatte u. a. mit einem Sternmarsch, das Turmblasen sowie der Auftritt der Oberkrainer Gruppe. Als Vertreter des Musikvereins wurde Norbert Gschwender in den kleinen Festausschuss des Straßenfestes gewählt. Beim Kreisverbandsmusikfest in Rosenberg erzielte der Musikverein in der Marschmusikbewertung die Note "gut bis sehr gut". Ein schönes Erlebnis war der gemeinsame Einmarsch mit der Jubiläumskapelle am Ende des Festzuges in das volle Festzelt. Im September führte der Vereinsausflug des Musikvereins für 2 Tage nach Dresden und in die Sächsische Schweiz.
Vorstand Siegfried Wunder konnte beim Jahreskonzert am 4. Januar neben vielen Zuhörern und Ehrengäste auch die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Elchingen begrüßen. Wieder wurden mehrere Musiker für ihre aktive Zeit im Musikverein geehrt werden. Am Palmsonntag, dem 23. März, fand in der Turn- und Festhalle zum ersten Mal in Jagstzell das Konzert des Kreisjugendblasorchesters statt, in dem 7 junge Musikerinnen und Musiker aus unseren Reihen mitspielten. Auch im Bereich der Freizeitaktivitäten wurde den Aktiven etwas geboten. So die Fahrt zum "Starlight Express" nach Bochum. Nach 29 erfolgreichen Jahren als Dirigent gab Karl Götz den Taktstock aus der Hand, neuer Dirigent wurde mit Rainer Hahn wiederum ein junger Musiker aus den eigenen Reihen. Für die seit ca. 2 Jahren in Ausbildung befindlichen 19 Jugendlichen fand vom 29. Mai bis 1. Juni eine Jugendfreizeit im Paulushaus in Herlikofen statt. Das Jahr war geprägt von den Vorbereitungen auf das Jubiläum. Es wurde auch eine neue Uniform angeschafft, die beim Jubiläumskonzert 1998 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte. Dem neugewählten Jagstzeller Bürgermeister Raimund Müller wurde am 28. September und am 31. Oktober dem ausgeschiedenen Bürgermeister Wilfried Herrmann jeweils ein Ständchen gespielt. Bei der Amtseinsetzung spielte die Brass-Gruppe des Vereins. Am Nikolaustag waren die Jagstzeller Musiker zu Gast beim Musikverein in Elchingen, bei dem Rainer Hahn sein erstes Konzert als Dirigent mit Bravour bestand. Alle annähernd 1000 Notenpartituren wurden im Laufe des Jahres geordnet und archiviert. Der Verein zählt insgesamt 398 Mitglieder, 50 davon sind aktive Musiker.
Das Jubiläumsjahr begann für den Musikverein mit
dem Jubiläumskonzert, welches er alleine bestritt. Zusammen mit dem
Kirchenchor fand das 3. Jagstzeller Kirchenkonzert statt, das unter dem
Zeichen "500 Jahre St. Vitus Kirche Jagstzell" stand. Es war
wiederum ein schöner Erfolg und mit dem Erlös konnte die Anschaffung
einer Figur des hl. Kilian bezuschusst werden. Gelungene Auftritte fanden
auch beim Frühlingsfest in Ellwangen, beim Sommerfest in Aufhausen und
beim Jubiläumsfest des Musikvereins Adelmannsfelden statt.
Am 11. Juli fingen die Feierlichkeiten fernab von Bierzelttrubel mit einem
Festabend in der Gemeindehalle an. Diese Entscheidung erwies sich als
Glücksgriff, konnte doch die Gestaltung dieses Abends mit einer bunten
Mischung aus Ansprachen, Musik, Ehrungen, Gesang und Tanz mehr als
überzeugen. Selbst der Vortrag des Ehrenvorsitzenden Klemens Wunder über
die Vereinschronik war das Kommen schon wert. Zugleich wurde eine
Ausstellung mit dem Motto "Unser Musikverein Jagstzell im Wandel der
Zeit" aufgebaut, die auch noch am Sonntag Nachmittag von vielen
bewundert wurde.
Pünktlich zum Festwochenende vom 24. bis 27. Juli waren alle Aufbauten
beendet und es konnte losgehen. Der Rockabend mit der Gruppe "Pomm
Fritz" war leider spärlich besucht, was aber der Stimmung keinen
Abbruch tat. Der Samstag Nachmittag begann mit einem
Leichtathletikprogramm, das von Jürgen Hauber veranstaltet wurde. Beim
großen bunten Abend hatte der Musikverein bewusst auf die Verpflichtung
teurer Stars verzichtet, denn der Musikverein wollte zeigen, dass die
Jagstzeller selbst einen bunten Abend gestalten können und das zahlreiche
Publikum wurde gut unterhalten. Es war ein gelungener Abend, der unter dem
Motto "Ein Dorf feiert mit seinem Musikverein" stand und von
Jagstzeller Vereinen und Gruppen mitgestaltet wurde. Der Musikverein
Rosenberg unterhielt die vielen Gäste bis spät in die Nacht.
Beim Zeltgottesdienst am Sonntag morgen gedachte man der Verstorbenen
Mitglieder des Musikvereins. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor
Jagstzell und dem Musikverein Jagstzell mitgestaltet. Der anschließende
Frühschoppen wurde vom Musikverein Unterkochen bis zum frühen Nachmittag
musikalisch umrahmt.
Der herrliche Sonnenschein lockte viele Gäste aus der Umgebung an.
Hunderte von Schaulustigen drängten sich auf den Bürgersteigen, wo man
an besonders attraktiven Stellen fast keinen optimalen Stehplatz mehr
bekam. Die Kinder erkannten diese Problem rasch und machten sich
kurzerhand sitzend auf dem äußeren Rand der Fußgängerwege breit. Dort
genossen sie entsprechend den hautnahen Kontakt zu den Akteuren des
Umzugs, der vom Wasserturm aus startete, am "Rössle" vorbei und
durch die Unterführung hindurch weiterzog, um dann schließlich an der
Raiffeisenbank vorbei zum Festzelt zu gelangen.
Vierzig Musikkapellen, Gesangsvereine und viele Jagstzeller
Vereinsgruppen, die mit prächtig hergerichteten Festwagen ihre jeweiligen
Sportarten humorvoll interpretierten, brachten für eine Stunde den
Verkehr im Dorf zum Erliegen und sorgten für eine Superstimmung unter den
Zuschauern. Alle teilnehmenden Gruppen wurden gleichermaßen bejubelt und
gefeiert. Jeder Musikverein präsentierte seine herausgeputzten
farbenfrohen Kostüme und die blitzenden Instrumente im rhythmischen
Gleichschritt. Scharfe Trompetenklänge, sonore Posaunen, knackiger
Tubasound und helles Glöckchengebimmel schufen an allen Ecken und Enden
Heiterkeit und gute Laune beim Volk.
Ihrer Phantasie freien lauf ließen die Jagstzeller Vereine bei der
Gestaltung ihrer Festwagen. Die Tennis- und Tischtennismannschaft war
bspw. immer am Ball auf einem mit einer Schicht Sand aufgefüllten
"Mini-Spielfeld", das man einfach in einen Hänger verlegte.
Dort war neben vielen bunten Luftballons auch ein Tennisnetz gespannt, wo
sich in paar Sportler am gelben Filzball versuchten. Ein langes, knallig
rotes Oldtimer-Kabriolett bot den Zuschauern neben einem urigen
ockerfarbenen Motorradgespann zusätzlichen optischen Genuss.
Natürlich durfte auch die freiwillige Feuerwehr nicht fehlen, die für
den einen oder anderen Abkühlung in Form eines Wasserstrahls brachte, den
die Floriansjünger mit ihren archaischen Spritzpumpen immer wieder in die
heitere Menge abfeuerten.
Für die Jagstzeller aktiven Musikanten war der Einmarsch in das volle
Festzelt ein großes Erlebnis.
Das Festzelt war den gesamten Nachmittag über prall mit Leuten gefüllt,
die von der Unterhaltungsmusik des Musikvereins Hüttlingen, des
Musikvereins Dalkingen und des Musikvereins Sulzberg im Allgäu auf das
Beste unterhalten wurden. Es entstand keine Kurzweile.
Gegen Abend spielte die Tanzkapelle "Lädds Däns" zum Tanz auf,
was auch nicht nur von vielen Musikerinnen und Musiker genutzt wurde.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurde zusammen mit dem Patenverein Hüttlingen
und dem Musikverein Jagstzell der "Große Zapfenstreich",
unterstützt durch die Freiwillige Feuerwehr Jagstzell, abgehalten. Auch
dies wurde ein voller Erfolg und ein würdiger Abschluss eines
denkwürdigen Tages.
Der Montag Nachmittag war den Jagstzellern Kindern gewidmet. Trotz
Regenwolken und leichtem Nieselregen konnte der sehr schöne Festzug
stattfinden. Alle Kinder hatten beim Kinderfest der Gemeinde Jagstzell
viel Spaß, obwohl die aufgebaute Spielwiese aufgrund des Wetters zum Teil
kurzerhand in das Festzelt verlegt wurde.
Das "Original Gamsbart Trio" heizte am Montag Abend vor wiederum
vollem Zelt so richtig ein. Es war ein schöner Abschluss der
Jubiläumsfeierlichkeiten.
Das Vereinsjahr war geprägt von vielen Auftritten
mit Unterhaltungsmusik, Ständchen und Festumzügen. Auch bei weltlichen
und kirchlichen Anlässen war der Musikverein zugegen. Besonders zu
erwähnen war das Frühlingsfest in Ellwangen, das Straßenfest in
Iggingen, die Rundfunkaufnahme sowie das Seefest in Ellenberg.
Das traditionelle Neujahrskonzert wurde mit dem Musikverein Dewangen
abgehalten und war für alle Musiker sehr anspruchsvoll.
Beim 75jährigen Jubiläum des Gesangvereins Dankoltsweiler war der
Musikverein als Festkapelle gefordert. Angefangen mit der heiligen Messe
am Morgen, über den Frühschoppen, dem Festumzug bis hin zur Gestaltung
des Nachmittags einschließlich Fahneneinmarsch. Für den Festumzug wurde
ein Festwagen geschmückt und die Festkinder zusammen mit den aktiven
"Oldies" hatten ein Menge Spaß. Auch beim 25jährigen Jubiläum
des Reitvereins wirkte der Musikverein mit und gestaltete den Festabend
bzw. den bunten Abend.
Nach langer Zeit wurde beim Sommerfest des Musikvereins am Freitag Abend
wieder eine Bierprobe abgehalten, welche gut von den Jagstzellern Bürgern
und Auswärtigen besucht wurde.
Steibis war das Ziel des Ausfluges des Musikvereins in diesem Jahr.
Einen gelungenen Auftritt absolvierte die Jugendgruppe beim
Jugendkritikspiel in Unterschneidheim.
Das für November geplante Weinfest wurde durch den überraschenden Tod
des ehemaligen aktiven Musikers Herbert Wachter abgesagt.
Der Musikverein zählt nun 334 passive und 60 aktive Musiker.
Im Millenniumsjahr 2000 warteten wieder große
Aufgaben für den Musikverein. Zu Beginn musste man sich auf das Konzert
beim Musikverein Sulzberg im Allgäu und gleichzeitig auf die CD-Aufnahme
mit dem Titel "Musikverein Jagstzell 2000" vorbereiten. Beides,
wie auch das 6. Jagstzeller Straßenfest, wurde ein voller Erfolg.
Viel Spaß hatten die Musiker beim Rathaussturm mit dem wilden Heer am
Rosenmontag.
Die Sommerzeit stand ganz im Zeichen von vielen Auftritten mit
Unterhaltungsmusik, Ständchen und Festumzügen.
Beim Sommerfest konnte Peter Schad und seine Oberschwäbischen
Dorfmusikanten verpflichtet werden, die den Gästen eine gute Blasmusik
boten.
Nach der Sommerpause begannen für die Musiker wieder die Vorbereitungen
für weitere Konzerte. So spielte man im Dezember in Neuler mit einem sehr
anspruchsvollen Programm und die aktiven Musiker wurden mit großem
Beifall belohnt.
Das Neujahrskonzert fand am 6. Januar zusammen mit
dem Musikverein Röhlingen statt. Auch die Jugendkapelle mit 22
Auszubildenden durfte ihr musikalisches Können unter Beweis stellen.
Das Ehrenmitglied Klemens Wunder wurde für 50 Jahre aktives Musizieren
mit einer seltenen Ehrung des Kreisverbandes ausgezeichnet.
Am 27. April fand der zweite musikalische Höhepunkt des Musikvereins in
Form eines Kirchenkonzertes statt. Zusammen mit den Sängerinnen und
Sänger von "Choralle" wurde den Gästen sakrale Musik
konzertant vorgetragen.
Im Herbst wurde wieder mit dem Obst- und Gartenbauverein das Weinfest in
der Alten Schule abgehalten.
Der Ausflug des Musikvereins führte dieses Jahr
nach Köln.
Als musikalischer Höhepunkt ist das Konzert in
Unterkochen zu erwähnen.
Das Sommerfest wurde dieses Jahr nur an Samstag und Sonntag abgehalten.
Der Musikverein nahm erneut an einem Wertungsspiel in Westhausen teil und
erreichte in der Mittelstufe ein "sehr gut".
Der Verein zählt nun 402 Mitglieder. Der Musikverein kann auf 73 aktive
Musikerinnen und Musiker aufbauen. Zu Ehrenmitglieder sind 10 Personen
ernannt.
Zahlreiche Aktivitäten wurden im laufenden Jahr absolviert. So wurde
beispielsweise eine neue Bühne für das traditionelle Sommerfest von
vielen fleißigen Helfern konstruiert, geschweißt und mit Brettern
versehen.
Der Musikverein musste 50 Auftritte verschiedenster
Art absolvieren.
Das 80jährige Wiegenfest des Musikvereins wurde mit dem Jahreskonzert
eingestimmt.
Als besonders herausragend war das auf dem Schloss Ellwangen mit den
Hohenlohe Highlanders gestaltete Tattoo. Mit diesem stimmungsvollen
schottischen Spektakel wagte sich der Musikverein auf ein ganz neues
musikalisches Terrain.
Das jährlich stattfindende Sommerfest wurde sehr gut besucht. Durch
vielseitige Tanzeinlagen, selbstgemachten Hitzkuchen und den erneuten
Einsatz der Hohenlohe Highlanders bei einem gemeinsamen Zapfenstreich
konnten viele Jagstzeller zum Bleiben animiert werden.
Für langjährige Mitgliedschaft zum Musikverein konnten zahlreiche Männer
und Frauen geehrt werden.
Für 20jährige passive Mitgliedschaft: Josef Elser,
Anton Gärtner, Elfriede
Hilsenbek, Julianna Schimmele, Frieder Schluck,
Franz Schneider, Roswitha Utz,
Maria Vetter, Thea Wäscher, Dr. Bertram Dreßler
und Reinhold Schiele.
Für 30jährige passive Mitgliedschaft : Hans-Peter Baumann,
Ekkehard Klos, Raimund
Prochaska, Hans Rettenmeier, Josef
Rettenmeier, Engelbert Schenk, Emilie
Schlosser, Rita Schneider, Rupert Walter und Wilhelm Klingler.
Für 40 Jahre passive Mitgliedschaft: Fritz Hermann und Josef Schips.
Für 50 Jahre passive Mitgliedschaft: Josef Gärtner,
Josef Riedmüller und Josef
Wunder.
Die Satzung des Musikvereins Jagstzell e.V.
wurde vollständig neu gefaßt. Dabei wurden insbesondere veraltete
Formulierungen überarbeitet und der Bereich Jugend vollständig ergänzt.
Das alte Schulhaus, in dem der Musikverein sein Domizil und Proberäume
hat, wurde renoviert. Hierfür waren zahlreiche Umbaumaßnahmen von den
aktiven und passiven Mitgliedern in vielen freiwilligen Arbeitsstunden zu
bewältigen.
Auch ein hervorragendes Abschneiden beim Jugendkritikspiel konnte erreicht
werden, insbesondere das Flötenduo Petra Engelhard und Sabrina
Walter erzielte die Bestnote "hervorragend".
Im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren hielt der Musikverein wieder
einen Ausflug ab.
Das Vereinsjahr wurde durch den Wechsel in der
Vorstandschaft bestimmt. Als neuen Vorsitzenden konnte Peter Hahn gewonnen
werden. Sein Stellvertreter ist Roland Egetenmeier. Als Kassier wurde
Lothar Egetenmeier verpflichtet. Schriftführerin Ulrike Schenk übernahm
nochmals für 3 Jahre das Amt. Siegfried Wunder wurde als Jugendleiter
gewählt. Die aktiven Beisitzer Thomas Schlosser, Heribert Erhard und
Philipp Röhrle übernahmen ebenso wie die Kassenprüfer Anton Sorg und
Hermann Rettenmeier das Amt für weitere 3 Jahre. Für den passiven
Beisitz konnten Jürgen Walter und Rupert Keppler ernannt werden.
Es stehen als Highlight das Kirchenkonzert, das Konzert in Stimpfach und
das 7. Jagstzeller Straßenfest an.
Die Umbauten des Alten Schulhauses wurden abgeschlossen und am 1. Mai mit
einem Tag der "Offenen Türe" gefeiert.
Im Juni fand das 7. Jagstzeller Straßenfest statt, bei dem der Musikverein
neben der Bewirtung für die musikalische Umrahmung zu sorgen hatte u. a.
mit einem Sternmarsch der Musikkapellen aus Rosenberg und Stimpfach sowie
dem Turmblasen aus dem Jagstzeller Kirchturm. Trotz schlechter
Wetterprognose und kühlen Temperaturen wurde bis in den Morgen gefeiert.
Ein krönendes Feuerwerk beendete dieses Fest.
Im Juli wurde das Sommerfest des Musikvereins gefeiert. Auch
im Juli waren kühle Temperaturen und Aprilwetter. Doch die "4 Tiroler Buam"
heizten dem Publikum am Samstag Abend richtig ein, so dass es trotz
alledem doch ein gelungener Abend wurde.
Am 08. Januar fand das
traditionelle Jahreskonzert statt. Als Gastkapelle konnte der Musikverein Bühlertann
gewonnen werden.
Den Anfang des Konzertabends machte die Jugendkapelle unter der Leitung
ihres Dirigenten Siegfried Wunder. Die 26 Jugendlichen - von denen ein
Teil in diesem Jahr den D1-Lehrgang mit sehr guten Ergebnissen bestanden
hat - zeigten eine beachtliche Leistung und durften erst nach ihrer
Zugabe, einem fetzigen Rock 'n' Roll, die Bühne verlassen.
Den zweiten Konzertteil gestaltete der Musikverein Bühlertann. Nach seinem
Auftaktstück "Under the banner of peace", beschrieb der Musikverein mit
dem tongewaltigen Stück "Tirol 1809" den Kampf des Andreas Hofer am Berg
Isel.
Nach dem "Rondo Barocco" glänzten die Solisten aus Bühlertann bei der
"Disney Fantasy". Nach dem gelungenen Beweis, dass man Bachs "Toccata in
d-Moll" sehr wohl rockig spielen darf, entführte der Musikverein
Bühlertann die Zuhörer mit "Mancini Magic" in die Filmwelt.
Erst nach der Zugabe "I do it for you" von Bryan Adams, bei dem Dirigent
Richard Beißer persönlich als Solist am Sopransaxophon begeisterte,
verabschiedete sich der Musikverein Bühlertann.
Mit der Ouvertüre "Pique Dame" und dem "Frühlingsstimmenwalzer" eröffnete
der Musikverein Jagstzell unter der Leitung von Rainer Hahn seinen
Konzertteil.
Bei "Bugler's Holiday" überzeugten die Trompeter und Flügelhornspieler aus
Jagstzell mit ihrer jazzigen Interpretation. Mit "Shirim" gelang dem
Musikverein ein Ausflug in die Klezmer-Musik und in jüdische Traditionen,
was auch durch die ansprechende Präsentation auf der Großbildleinwand
unterstützt wurde.
Nach den Stücken "Moment for Morricone" und dem "Astronautenmarsch" konnte
Vorstand Peter Hahn die Klarinettistinnen Yvonne Vess, Simone Vees und
Dorothee Sorg ehren, die den schon recht schwierigen D3-Lehrgang durchweg
mit sehr guten Ergebnissen bestanden haben.
Bei der nachfolgenden Zugabe "Baritonexpress" nahm der "Lokführer" des
Musikvereins, Peter Hahn, die Gäste mit auf eine rasante Fahrt durch das
Allgäu. Mit den "Regimentskindern" verabschiedete sich der Musikverein für
dieses Jahr bei seinen Konzertbesuchern.
Am 12. März fand das 1. Jagstzeller Starkbierfest statt. Trotz Schnee und
vereisten Straßen fühlten sich die Besucher in der - bis auf den letzten
Platz besetzten - blau-weiß dekorierten Turnhalle wie in einem bayrischen
Biergarten.
Zünftige Biermusik, amüsante Einlagen, spannende Wettkämpfe und süffiges
Starkbier sorgten für gute Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl war
dank der beiden Küchenchefs Jürgen Walter und Moni Hahn bestens gesorgt.
So konnten sich die Gäste an verschiedenen Maultaschen mit Bärlauch-,
Lachs-, Pilz- und Fleischfüllung mit zahlreichen Soßen, sowie Sauerkraut
und Salate vom Buffet satt essen.
Erst weit nach Mitternacht ging die durchweg gelungene Veranstaltung zu
Ende.
Am 07. Januar fand erneut das traditionelle
Jahreskonzert statt, welches der Musikverein alleine bestritt.
Zu Beginn des Konzertes spielte die Jugendkapelle unter der Leitung des
Dirigenten Siegfried Wunder.
Es wurden klassische Stücke vorgetragen wie etwa die "Toccata in d-moll"
und "Winter" aus "Vier Jahreszeiten" oder auch ein rockiges Stück wie "The
Lion sleeps tonight". Die Jugendkapelle wurde mit viel Beifall und nicht
ohne eine Zugabe geehrt.
Den zweiten Konzertteil gestaltete die Aktivenkapelle des Musikvereins.
Das gesamte Programm war eine bunte Mischung, was die Musik bot. Ob eine
Ouventure, eine Filmmelodie zu den "Piraten der Karibik", ein Soli-Stück
für den gesamten Trompeten- und Flügelhornsatz, ein Flötensolo zu
keltischen Melodien, ein Gesangsstück - vorgetragen von Julia Wunder -,
ein Alphorn-Soli mit 4 Alphörnern und Musikkapelle oder ein modernes Stück
mit abwechselnden Tempi: der Musikverein bot jedem Zuhörer der
ausverkauften Festhalle einen Ohrenschmaus besonderer Art.
Gegen Ende der Veranstaltung konnten noch zahlreiche aktive Musiker geehrt
werden. Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Ulrike Schenk, Stefan
Wiedenhöfer, Jens Walter und Michael Gärtner, für 30 Jahre aktives
Musizieren Lothar und Roland Egetenmeier geehrt.
Am 18. März findet nach großartigem Erfolg des letzten Jahres erneut das
Starkbierfest statt.
Gleichzeitig mit dem Sommerfest des Musikvereins fanden die letzten beiden
Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Mit einem Beamer wurden das
"Kleine Finale" und das Finale der WM im Festzelt unter großer Anteilnahme
und Jubel der fußballbegeisterten Bevölkerung übertragen.
Einen mehr als überzeugenden Eindruck wurde beim Wertungsspiel in
Fachsenfeld am 16. Juli hinterlassen. Zum ersten Mal in der
Vereinsgeschichte trat die Kapelle in der Klasse "Oberstufe" vor die Jury.
Der Dirigent Rainer Hahn hatte ein "goldenes Händchen" für die Auswahl der
Stücke und der Musikverein erzielte die Note "Hervorragend" in der
Gesamtbewertung, was anschließend gebührend gefeiert wurde.
2007
Am 06. Januar fand wieder das
Jahreskonzert statt.
Zu Beginn des Konzertes spielte die Jugendkapelle unter der Leitung des
Jugenddirigenten Siegfried Wunder. Dieser wurde erstmalig vom Chor der
Grund- und Hauptschule Jagstzell mit Gesang unterstützt.
Erneut wurden alle musikalischen Höhepunkte der aktiven Kapelle mit
Bravour gemeistert und das Publikum war auch mit der Auswahl der Stücke
sehr begeistert.
In der Pause wurden Ehrungen vorgenommen. Matthias Hänle wurde für den
sehr erfolgreichen D3-Lehrgang (Note "sehr gut") geehrt. Für 10 Jahre
aktive Musik wurden geehrt: Phillip Röhrle, Marc Sünder, Daniel
Walter, Tobias Schneider, Claudia Riek und Joachim Röhrle. Für 20 Jahre
aktive Musik wurde Klaus Fauser geehrt und für 30 Jahre aktive Musik
Norbert Gschwender, Matthias Schlosser und Thomas Schlosser. Für 10jährige
Dirigententätigkeit wurde Rainer Hahn und für 10 Jahre Jugenddirigent
wurde Siegfried Wunder geehrt.
Erneut war das Starkbierfest wieder ein voller Erfolg. Viele gelungene
Einlagen wurden von den aktiven Musikern dem Publikum dargeboten und
fanden großen Anklang. Die unterhaltsame Musik der "kleinen"
Musikergruppe sorgte für gute Stimmung. Die Küchenchefs Jürgen Walter
und Moni Hahn sorgten erneut für das leibliche Wohl.
Dieses Jahr fand im Mai erneut ein Kirchenkonzert mit dem Musikverein
Jagstzell statt.
Auch das Sommerfest fand wieder statt. Am Freitag sorgten Tanzgruppen des
Sportvereins Jagstzell unter Simone Vees und Regine Wunder für ein volles
Festzelt und äußerst gelungene Tanzeinlagen.
Auch an den restlichen Festtagen wurde das Festzelt von vielen
Festbesuchern aufgesucht und es konnte insgesamt ein gutes Ergebnis
eingeholt werden.
Die seitherige Jugendgruppe unter der Leitung von Siegfried Wunder wurde
vollständig in die aktive Gruppe integriert, so dass der Musikverein nun
aus insgesamt ca. 65 Musikerinnen und Musiker besteht.
Nach der Sommerpause wurde eine neue Jugendgruppe aus 20 ausbildungswilligen
Musikschülern gebildet. Neben Trompete, Posaune, Klarinette und Saxophon
sind noch Flöte und Schlagzeug in Ausbildung.
2008
Das Jubiläumsjahr - 85 Jahre Musikverein
Jagstzell - begann für den Musikverein mit
dem Jubiläumskonzert, welches er zusammen mit dem Musikverein
Hohberg-Plüderhausen bestritt. Neben dem anspruchsvollen Musikstück
"Indiana Jones Selection" glänzte auch die Oboe-Solistin Katja
Hahn mit dem Stück "Scherzetto".
Als besonderes Highlight wurde für dieses Jahr eine weitere CD mit dem
Titel " 85 Jahre Musikverein Jagstzell" aufgenommen. Diese wurde
auf dem "8. Jagstzeller Straßenfest" der Öffentlichkeit
vorgestellt. Ein weiterer Höhepunkt des Straßenfestes war der Auftritt
aller Jugendlichen der Tänzerinnen und Tänzer des Sportvereins. Sie
führten das Stück "Das Phantom der Oper" auf. Der Musikverein
umrahmte dieses Stück live mit musikalischen Auszügen aus diesem
Musical. Da auch besondere Lichteffekte eingesetzt wurden, zählte diese
Aufführung zu den ganz speziellen Besonderheiten. Hier gilt der Dank an
alle Mitwirkenden.
Das Sommerfest stand ebenfalls im Motto des Jubiläumsjahres. Als
musikalisches "Schmankerl" spielte der Musikverein zusammen mit
der "Hohenlohe Highlanders Pipes and Drums" einen
"schottischen" Zapfenstreich. Dass diese "Schotten"
auch ihr Instrument - den Dudelsack und die Trommeln - beherrschten,
zeigten sie anschließend im Bierzelt. Hier spielten sie nochmals kräftig
auf und durften erst nach mehreren Zugaben das Zelt wieder verlassen.
Das übrige Vereinsjahr war geprägt von vielen Allerlei. Ob Geburtstag,
Hochzeit, Fest, Jubiläum oder Beerdigung, immer stand der Musikverein
seinen "Mann" und zeigte Präsenz.
2009
Das Neujahrskonzert fand am 10. Januar statt.
Dieses Konzert bestritt der Musikverein alleine.
Es wurden zahlreiche Ehrungen verliehen.
Als wichtiger Hinweis ist anzumerken, dass die Satzung des Musikvereins
bei der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung teilweise
verbessert, aktualisiert und verändert wurde. So wurde festgelegt, dass
auch die aktiven Musiker einen finanziellen Obolus zu leisten haben, um
die geringer werdenden Vereinseinnahmen aufzubessern.
Dieses Jahr fand wieder ein Vereinsausflug statt. Er führte uns in die
Nähe des höchsten Berges von Deutschland: der Zugspitze. Dieses Mal war
uns die Sonne wieder wohl gesonnen und zeigte sich von seiner schönen
Seite, so dass der zweitägige Ausflug mit einer wunderschönen Wanderung
in der Nähe von Ehrwald begonnen werden konnte. Am nächsten Tag wurde
die Zugspitze per Seilbahn "erklommen". Anschließend wurde in
der Nähe der Seilbahn-Talstation ein Platzkonzert gegeben.
Das Sommerfest stellte keinen allzu großen musikalischen Höhepunkt dar.
Auch sonst war das Jahr - aus musikalischer Sicht - recht ruhig.
Das "Rückspiel" zum Musikverein Plüderhausen-Hohberg aus dem
Jubiläumsjahr 2008 wurde noch im Herbst mit unserem Klaus Prochaska als
Dirigent geleistet. Erstmals "durfte" Klaus ein komplettes
Konzertprogramm als Dirigent - Rainer Hahn war verhindert -
vorstehen. Trotz einem gewissen Lampenfieber von allen Musikern konnte das
Konzert als hervorragender Erfolg verbucht werden. Als Belohnung dafür
wurde uns von den Musikern von Plüderhausen-Hohberg ein ganzes Fass Bier
gestiftet.
2010
Das Neujahrskonzert fand am 09. Januar statt.
Erstmals wurde im ersten Konzertteil ein Projektorchester unter der
Leitung des Jugendorchester-Dirigenten Siegfried Wunder dargeboten. Die Jugendgruppe
erhielt dabei
Unterstützung von aktiven Jugendlichen. Es wurde das Stück "Band
Land" als vertonte Geschichte von Instrumenten dem Publikum geboten.
Mit diesem Konzert verabschiedete sich der Dirigent Rainer Hahn nach 13jährigem
Dirigat. Das Konzert bestand aus den "Highlights" seiner
Dirigententätigkeit, wie z.B. "Das Phantom der Oper",
"Titanic", "The pirates of the carribean" usw.
Als gelungene Überraschung konnten die Musiker von den HHPD (Hohenlohe
Highlanders Pipes & Drums) mit ihrem Stabführer Marco Kronenwetter zu
einem spontanem Auftritt "überredet" werden.
Als neuen Dirigenten konnte
glücklicherweise erneut ein Musiker aus den eigenen Reihen gewonnen
werden: Klaus Prochaska. Während des Konzertes fand die Stabübergabe
offiziell statt. Die erste Tätigkeit als neuer Dirigent war ein
Ständchen für den scheidenden Dirigenten in gesungener und gespielter
Manier, zusammen mit den HHPD's. Rainer Hahn freut sich, wieder als Bassist und Posaunist in
die Musikerreihen zurücktreten zu können.
Während des Konzerts wurden zahlreiche Musiker geehrt. Für 10jährige
aktive Mitgliedschaft: Dorothee Sorg, Maria Spang, Matthias
Hänle, Simone Vees, Martin Kretschmaier, Sabrina Walter.
Für 20jährige aktive Mitgliedschaft: Christine Mack, Josef Gärtner und
Heiko Vees. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft als Musiker wurde Hermann
Vees ausgezeichnet.
Für 15jähriges Engagement als aktiver Beisitzer in der Vorstandschaft
erhielten Heribert Erhard und Thomas Schlosser eine Auszeichnung.
Im März wurde erneut - nach einem Jahr Pause - das Starkbierfest
gefeiert. Dieses Mal wurden bayrische Genüsse (Vesper- und Käseplatten)
als kulinarische Schmankerl dargeboten, was sich die Jagstzeller herzhaft
munden ließen. Bis früh in den Morgen wurde das Starkbier - welches
restlos getrunken wurde - ausgeschenkt. Zahlreiche Preise wurden unter den
anwesenden Gästen mit verschiedenen Darbietungen vergeben.
Dieses Vereinsjahr war von vielen Aktivitäten geprägt: Im Juni wurden
die Waldtage bei Jagstzell-Keuerstatt abgehalten. Hier war der Musikverein
stark engagiert in der Bewirtung der Gäste. Da das Wetter hielt, was es
versprach (kein Regen), wurden ca. 10 000 Besucher für diese 2 Tage
erwartet. Tatsächlich gekommen sind dann doch ca. 18.000 Menschen.
Zusammen mit den Vereinen wie Sportverein, Schützenverein,
Kleintierzuchtverein und Feuerwehr Jagstzell wurde für das leibliche
Wohl gesorgt. Dass diese immense Menge an Leuten so gut verköstigt
wurden, lag am Verdienst der Hauptamtlichen. Dies wurde durch viel Lob von
allen Seiten bestätigt.
Kurz darauf fand das jährliche Kreisverbandsmusikfest in Röhlingen
statt. Hier wurde auch ein Wertungsspiel abgehalten, an dem der
Musikverein Jagstzell mit seinem neuen Dirigenten Klaus Prochaska
teilnahm. In der Kategorie 4 (Oberstufe) erreichte der Musikverein ein
sehr achtungsvolles "sehr gut". Nur knapp wurde an der Bewertung
"hervorragend" mit nur 1,6 Punkten Unterschied vorbeigeschrammt.
Das jährliche Sommerfest fand wieder im Juli statt, nur knapp nach dem
Wertungsspiel. Für die fußballbegeisterten Festzeltbesucher wurden die
Fußballspiele, die in Südafrika stattfanden, die Möglichkeit gegeben,
das kleine und große Endspiel im Festzelt anzusehen. Deutschland errang
einen sehr guten 3. Platz bei dieser WM. Leider konnte die große
Sommerhitze nicht so viele Festzeltbesucher anlocken wie gewünscht.
Trotzdem wurde drei Tage lang gefeiert. Es folgte dann die lang ersehnte
und wohlverdiente probenfreie Sommerpause.
Doch gleich nach der Sommerpause stand erneut
ein wichtiger Termin an: Die Hohenlohe Highlanders Pipes and Drums feierten
ihr 10jähriges Bestehen. An so einem wichtigen Termin darf auch der
Musikverein Jagstzell nicht fehlen und wir nahmen die Einladung des
"Drum Majors" Marco Kronenwetter gerne an. Der Crailsheimer
Hangar war komplett ausverkauft und so konnten nicht nur die Pipes und
Drums zeigen, was sie "drauf" haben, sondern auch der
Musikverein konnte mit einer Gesangseinlage die Zuschauer und -hörer
überzeugen.
Kaum war dieser Auftritt vorbei, stand bereits der nächste Termin vor der
Türe. In Laufen (am Kocher) durften wir den zweiten Teil des
Jahreskonzertes bestreiten. Auch hier konnte der Musikverein Jagstzell
durch gute dargebotene Musik glänzen.
2011
Das Jahreskonzert des Musikvereins Jagstzell fand am
08. Januar statt. In der vollbesetzten Festhalle konnte zunächst die neu
gebildete Anfängergruppe, die Mini's, unter der Leitung der Dirigentin
Simone Vees mit Vorträgen glänzen. Anschließend spielte die
Jugendkapelle unter der Leitung von Siegfried Wunder das bekannte Stück
"Bolero" von M. Ravel. Danach wurde das Stück "König der
Löwen" mit einer Tanzeinlage der HipHop-Girls des Sportvereins
Jagstzell dargeboten, was großen Beifall auslöste.
Unter der Leitung von Klaus Prochaska konnten dann die "Großen"
ihr Können zeigen. Es wurden z.B. die Stücke "Petöfi", der
"Kaiser-Walzer" und der Marsch "Wien bleibt Wien" den
aufmerksamen Zuhörern kredenzt. Nach der Pause fand das Stück aus dem
Musical "Tanz der Vampire" großen Anklang. Als Solistin konnte
Esther Fruh glänzen. Als reines Solostück für Es-Bariton-Saxophon wurde
"Mah Na Mah Na" von Patrick Walter so gekonnt dargeboten, dass
bei manchem der Fuß automatisch mitwippte. Dass die Jagstzeller Musiker
auch in "guter Stimmung" sind, konnten sie mit dem Stück
"Wir Musikanten" unter Beweis stellen. Die Gesangspassage musste
unter großem Beifall nochmals wiederholt werden.
Das Kirchenkonzert, welches zusammen mit dem Chor "Choralle"
unter der Leitung von Julia Wunder auftrat, bot Anfang April das Musical
"Joseph and the amazing technicolor dreamcoat" dar. Auch der Kirchenchor Jagstzell unter der
Stabführung von Frau Bettina Kartak zeigten ihr Können. Während des Kirchenkonzertes
wurde dem Kirchenchor Jagstzell die selten vergebene "Palaestrina-Medaille"
verliehen. Diese Medaille wird nur an Institutionen vergeben, die eine
kirchenmusikalische Tätigkeit von mindestens
100 Jahren nachweisen können. Der Kirchenchor Jagstzell kann sogar eine
über 150-jährige Geschichte belegen.
Ein weiteres Highlight war in diesem Jahr erneut das 5. Tattoo im Schloss ob
Ellwangen. Zusammen mit den Hohenlohe Highlander Pipes and Drums und
vielen anderen Akteuren wurde ein überwältigendes Ereignis dargeboten.
Um nur einen kleinen Ausschnitt aufzuzeichnen, seinen die Bands der
Italiener aus Lonate Pozzolo, die niederländische Show- und Marschband
K&G Leiden, der Tambourencorps Ryburg aus der Schweiz und der
Musikkorps aus Ufhausen erwähnt. Ein Gesamtchor mit ca. 130 Pipern und
Drummern ließen einem die Gänsehaut bekommen. Der Musikverein hat dieses
Mal an beiden Tagen mitgewirkt und konnte so seinen Namen weit über die
Landesgrenze hinaus tragen.
2012
Am 07. Januar fand in der prall gefüllten Festhalle
das Jahreskonzert des Musikvereins statt. Traditionell konnten zunächst die
Minis unter der Leitung der Dirigentin
Simone Vees ihren musikalischen Ausbildungsstand vorzeigen. Der
Jugenddirigent Siegfried Wunder führte dann den Leistungsstand der
Jugendkapelle und Jugendgruppe mit dem Stück "Canticle of the saints"
vor.
Als Gastkapelle konnte der Vorstand Peter Hahn den Gesang- und Musikverein
Durlangen unter der Leitung von Dirigent Markus Kottmann ankündigen.
Gekonnt und mit hohem musikalischem Können wurden die Vorträge -
darunter auch ein Solostück mit dem Xylophon - dem anwesendem Publikum
dargeboten. Nach der Pause durfte dann der Musikverein Jagstzell sein
Können unter der Leitung von Klaus Prochaska zeigen. Neben den Stücken
"La Gazza Ladra - Die diebische Elster", "West Side
Story" und "TV-Kultabend" konnte auch die Solistin Simone
Vees mit dem Höchststufenstück "Introduction, Theme und Variations"
zeigen, was man mit der Klarinette so alles anstellen kann. Das Publikum
war von allen Vorträgen restlos begeistert, so dass am Schluss nochmals
beide Vereine zusammen Zugaben spielten.
Im Rahmen des Jahreskonzerts wurden einige Ehrungen vom Vorsitzenden des
Blasmusikverbandes Ostalbkreis, Bernhard Winter, ausgesprochen. Für zehn
Jahre aktives Musizieren wurde Martin Drukenmüller geehrt. Für zwanzig
Jahre als aktive Musikerinnen wurden Julia Wunder und Claudia Wagner
ausgezeichnet. Dirigent Klaus Prochaska wurde für 30 Jahre Treue zum
Verein geehrt. Maria Hahn und Bernd Engelhard wurden für ihre
erfolgreiche Teilnahme am D3-Lehrgang geehrt und Simone Vees für ihren
erfolgreichen C3-Dirigentenlehrgang.
(Auszug aus dem Jubiläumsbuch "75 Jahre Musikverein Jagstzell"; Herausgeber: Musikverein Jagstzell e.V.)