Chronik des Musikvereins

Schon immer lebte ein sangesfreudiges, musikliebendes Völkchen in Jagstzell. So kam es, dass nach der unseligen Inflation 1917 - 1923 sich Ende des Jahres 1923 13 musikliebende Männer, an ihrer Spitze Ulrich Köder und Josef Pfauth, zu einem Verein zur Pflege und Förderung der Volkmusik zusammenschlossen. Wie schwer es damals für die 14 musikbegeisterten Idealisten Josef Pfauth, Franz Schlosser II, Anton Wunder, Anton Köder, Alois Schäfer, Ulrich Köder, Hans Schlosser, Georg Borst, Richard Hauber, Franz Schlosser I, Konrad Köder, Franz Wunder und Alois Stäbler war, die Instrumente zu beschaffen, die 563 Rentenmark kosteten, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. 400 Rentenmark Schulden mussten aufgenommen werden. Für diese verbürgten sich in dankenswerter Weise Altbühlbauer Hans Weber, Altrössleswirt Josef Schmid, Georg Borst, Ulrich Köder und dessen Frau sowie Johannes Schlosser.

Die erste Ausbildung der jungen Musikkapelle war das Werk des Dirigenten Josef Brenner aus Neuler. Mit viel Umsicht und großem Fleiß legte er den Grundstein für das spätere Können der Musiker. Durch fleißiges üben konnte die junge Kapelle schon an Weihnachten 1923 an die Öffentlichkeit treten. In der Kirche spielte sie "Stille Nacht".

Die ersten Vorstände war Ulrich Köder (1923 -1927) und Karl Klotzbücher.

Immer war es schwer, den Verein bei der schlechten Finanzlage zusammenzuhalten, noch schwerer einen geeigneten Dirigenten zu finden. In Jagstzell war keine Möglichkeit; so musste die meiste Zeit ein Dirigent von auswärts beigezogen werden. Das war natürlich für den jungen, finanzschwachen Verein sehr teuer. Der erste Dirigent, Josef Brenner, betreute ja die Musikkapelle um Gotteslohn, doch dem späteren auswärtigen Dirigenten musste wenigstens das Fahrgeld, das Getränk und ein Vesper sowie ein Entgelt für die Proben bezahlt werden.

1925 mühte sich zeitweise Josef Fischer aus Wasseralfingen um den Musikverein und die Ausbildung der Musiker. Ende 1925/1926 hat sich besonders Musikdirektor a.D. Zöller aus Ellwangen der weiteren Förderung der Musiker angenommen. Der Probenbesuch ließ aber viel zu wünschen übrig. In den nächsten Jahren hatte der Musikverein keinen Dirigenten und von 1928 - 1933 keinen Vorstand. Die Musiker waren auf sich selbst angewiesen. Gelegentlich kümmerten sich besonders Musikkamerad Hans Schäfer und Oberlehrer Gebhard Raisch um sie. Vorstände in dieser Zeit waren Franz Hald (1933 - 1934) und Anton Wunder (1934 - 1948).

Während der Herrschaft des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges erreichte der Musikverein seinen schlimmsten Tiefstand. Die älteren Musiker wurden unter die Fahnen gerufen, nur die ältesten und die jüngsten waren noch in der Heimat, es wurde ihnen aber verboten, sich bei kirchlichen Anlässen, an der Krippe oder Pozession, ihrem eigensten Betätigungsfeld, zu beteiligen.

Erst das Jahr 1948, eigentlich das 25. Jahr nach der Gründung des Vereins, brachte dem Musikverein neuen Aufschwung. Mit großem Geschick übernahm damals Franz Hald die Vereinsleitung. Als Dirigent war Bernhard Weinschenk, ein Musiker aus Wasseralfingen, gewonnen worden. Etliche musikbegeisterte heimatvertriebene traten in die Kapelle ein  und bereicherten den Klangkörper. Auch wurden von 1948 an passive Mitglieder für den Verein geworben, durch die die Finanzlage des Vereins wesentlich verbessert wurde. 1956 z.B. betrug der Jahresbeitrag 3,- DM. Vor allem Bürgermeister Lechner setzte sich, als er im Juni 1948 gewählt wurde, energisch dafür ein, dass der Musikverein alljährlich eine Beihilfe von der Gemeinde bekam.

So konnte der Verein daran denken, 1951 mit dreijähriger Verspätung sein 25jähriges Jubiläum zu feiern. Während einer langen Regenperiode vor dem Festtermin hatte man große Sorge, ob das Jubelfest ins Wasser fallen würde, aber einen Tag vor Festbeginn heiterte sich der Himmel auf und das Jubiläum wurde ein großer Erfolg.

Am 28. und 29. Juli feierte der Musikverein Jagstzell unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde und 14 auswärtiger Musikvereine, an der Spitze der Patenverein Musikverein Hüttlingen, sein Jubelfest.

Es waren, das Kinderfest am 30. Juli eingerechnet, erhebende, für viele Jagstzeller unvergessenen Tage. Nun stellte sich die Musikkapelle Jagstzell jederzeit selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit. Bei allen Festen und Feiern in der Gemeinde war der Musikverein dabei. Er geleitete am Weißen Sonntag die Kommunionkinder vom Schul- und später vom Schwesternhaus zur Kirche, am 1. Mai besorgte die Kapelle das Wecken an verschiedenen Plätzen und durch die Straßen der Gemeinde. Sie wirkte bei Gottesdiensten mit,  spielte an Fronleichnamsfesten bei der Pozession; die ältesten Gemeindebürger erfreuten sie an besonderen Tagen durch Ständchen und wirkten bei Hochzeiten oder Begräbnissen von Vereinsmitgliedern mit. Am Volkstrauertag bereicherten sie die Feiern mit Trauermärschen und mit der alten Weise vom "Guten Kameraden". Am Heiligen Abend spielte dei Kapelle Weihnachtslieder auf dem Schulhof, dem Badberg oder ein Bläserquartett ließ sie vom Kirchturm erschallen. Unsere Musiker spielten auch mit anderen ortsansässigen Vereinen, vor allem während der Weihnachtszeit, Theaterstücke und erfreuten die Besucher zu Beginn und während der Pausen mit ihren Weisen.

Fast in jedem Jahr lud der Musikverein seine Mitglieder und die ganze musikliebende Bevölkerung aus der Gemeinde und der Nachbarschaft zum Neujahrskonzert in die Gasthäuser "Rössle" und "Hobel" ein. Traditionell war auch eine Gabenverlosung damit verbunden, die immer großen Anklang fand.

Zur Fastnachtszeit bestritt lange Zeit die Musikkapelle die Vereins- und Hausbälle und hielt selbst einen Faschingsball ab. Gartenfeste, selbstverständlich unter freiem Himmel, fanden statt beim "Grünen Baum", im Garten von Maria Duss (heute Vaas), Eugen Schneider (heute Pfundstein), Bernhard Wünsch (heute Süß) und bei Josef Hald.

Als Vorstände wirkten damals Ludwig Fröhlich (1953- 1957), Bernhard Wünsch (1957 - 1969). Als 2. Vorstände seien Wilhelm Nestler und Josef Hauber, sowie als Schriftführer Hermann Haßler genannt.

Seit 1948 lag die Kassenführung in den Händen von Hermann Vees, der dieses Amt bis 1989 mit großer Umsicht und Sorgfalt ausübte.

Im November 1955 übernahm ein Sudetendeutscher, der sich in Jagstzell niedergelassen hatte, Otto Schöfer, den Dirigentenstab. Er  sammelte auch eine Schar musikliebender junger Jagstzeller um sich und lehrte sie die verschiedenen Instrumente spielen.

Auch Anton Wallinger und andere Musikkameraden machten mit bei der Jugendausbildung. Die aktive Musikkapelle wuchs von bisher 14 Musikanten bis 1963 auf 18 plus 5 Jugendlichen. Otto Schöfer gründete auch ein Handharmonika-Orchester, das die Vortragsfolgen unserer Konzerte bereicherte.

Am 22. November  1961 wurde Anton Wallinger als Dirigent bestätigt und führte bis zu seiner Krankheit 1968 die Kapelle. Während seiner Krankheit trat ein junger Musiker aus den eigenen Reihen als Dirigent an seine Stelle. Es ist Karl Götz. Er sollte die Musikkapelle 29 Jahre lang, bis 1997, leiten. Weitere fleißige Musiker halfen mit, die Ausbildung des Nachwuchses weiterzuführen. Dies waren unter anderen Horst Waldner auf Tuba, Josef Wunder, Tenor- und Es-Horn, Herbert Wachter, Zugposaune, Manfred Hahn, Saxophon und Klarinette und Siegfried Wunder, Flügelhorn und Trompete. Seit der Gründung des Kreisverbandes Ostalb (1973) - früher Kocher-Brenz-Gau - finden alljährlich im Herbst Wochenendlehrgänge für Jugendliche statt. Auch hierhin sendet der Musikverein jährlich talentierte Jungmusiker nach Rindelbach bzw. Westhausen und Neuler. Der Nachwuchslehrgang auf der Burg Niederalfingen in der Osterwoche findet ebenfalls großen Anklang.

Zur Pflege der Kameradschaft wurden regelmäßig Vereinsausflüge unternommen.

Als neues Führungsteam gewählt wurden 1. Vorstand Klemens Wunder (1969 - 1989), der 2. Vorstand Josef Schlosser (1970 - 1983) und der Schriftführer Anton Karl (1970 - 1989). Diese neue Vorstandschaft war zusammen mit dem jungen Dirigenten in den folgenden Jahren der Garant für eine stetige Aufwärtsentwicklung im  Musikverein Jagstzell.

1973 zählte die Kapelle 25 aktive Musiker, darunter 12 Jugendliche. Dazu kommen noch die Zöglinge, die auf verschiedenen Instrumenten in Ausbildung stehen.

Bei besonderen Feierlichkeiten in der Gemeinde und auch außerhalb war der Musikverein mit seiner Kapelle zur Mitfeier immer bereit.

Im folgenden seien besonders Ereignisse bis 2003 erwähnt.

1954

Unsere Musikkapelle spielte bei der Einweihung der neuen Jagstzeller Jagstbrücke. Die Musiker Franz Schlosser und Hans Schäfer wurden für ihre langjährige aktive Tätigkeit im Verein geehrt. Der Musikverein zählte 120 Mitglieder.

1956

Für die neue Jagstbrücke wurde eine St.-Nepomuk-Statue eingeweiht. Der Musikverein umrahmte musikalisch die Einweihungsfeierlichkeiten.

1957 

Man wirkte bei der Fahnenweihe des Männergesangvereins Dankoltsweiler mit.

1960

Die Musikkapelle nahm bei Wertungsspielen in Schnaitheim und in Crailsheim teil. Als Ergebnis wurde jeweils ein II. Rang erreicht.

1962

Es fand ein gemeinsames Konzert in Stimpfach mit dem dortigen Männergesangverein statt. 

1963

Der Vereinsausflug führte nach Baden-Baden und Freudenstadt. Das Wetter war allerdings nicht freundlich. Der Musikverein wirkte bei der Glockenweihe für die Jagstzeller St.-Vitus-Kirche musikalisch mit. Weiterhin beteiligten sich die Musiker bei der Männerwallfahrt zum Schönenberg. 8 Schüler und Jugendliche sind in der Ausbildung.

1965

Man spielte beim 10jährigen Jubiläum des Sportvereins Jagstzell.

1966

Man wirkte beim Schützenfest und der Einweihung des Schützenhauses mit. Es wurden für die Musiker neue Uniformen angeschafft. Man wählte blaue Jacken, graue Hosen und blaue Schirmmützen.

1967

Die neue Turn- und Festhalle wurde eingeweiht. Das erste Neujahrskonzert des Musikvereins wurde in der neuen Halle abgehalten.

1968

Die Feierlichkeiten anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Genossenschaftsbank Jagstzell fand statt. Zu Gunsten der Kirchenrenovation wurde ein gemeinsames Konzert mit dem Männergesangverein Dankoltsweiler und dem Kirchenchor abgehalten. Für langjähriges Musizieren wurden Hans Schlosser, Hermann Vees, Michael Pfundstein und August Wunder geehrt.

1969

Der Musikverein spielte bei der Einweihung des neuen Sportplatzes und von nun an regelmäßig beim Gartenfest in der Nachbargemeinde Stimpfach.

1970

Der Kreisverband der Kleintierzüchter hielt eine Jungtierschau in der Turnhalle ab, anlässlich dieser gab die Musikkapelle ein Platzkonzert auf dem Badberg. Die Kapelle gab musikalisch dem tödlich verunglückten aktiven Musiker Heinz Loppnow das letzte Geleit. Es fand ein Wertungsspiel in Crailsheim statt, bei dem ein gutes Ergebnis erreicht wurde. Nach langer Zeit fand der erste 2-Tages-Ausflug an den Königssee statt. Von jetzt an fährt man alle zwei Jahre über das Wochenende weg.

1971

Der Osterlehrgang auf der Burg Niederalfingen besuchten 10 Jungmusiker. Ab diesem Jahr spielte man regelmäßig bei den Gartenfesten des Musikvereins Ellenberg und der Sängergruppe Saverwang. Der Verein zählt 195 Mitglieder.

1972 

Pfarrer Schmucker feierte sein 40jähriges Priesterjubiläum, das die Kapelle zusammen mit dem Kirchenchor musikalisch umrahmte. Auch feierte die Kolpingfamilie ihr 25jähriges Bestehen, das der Musikverein musikalisch mitgestaltete. Bei der Einweihung der St.-Wendelin-Statue wirkte er mit. Der Musikverein wurde beim Amtsgericht Ellwangen in das Vereinsregister eingetragen.

1973

Der Musikverein feierte vom 6. - 9. Juli sein 50jähriges Bestehen. Dieses Fest war nicht nur ein Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte, sondern es gestaltete sich auch zu einem besonderen Fest für die ganze Gemeinde. Die neuen, schmucken Uniformen wurden im Hinblick auf das Jubiläum angeschafft. Im Bericht über das Fest heißt es:

Das Fest begann am Freitagabend mit einem bunten Abend, der die Teilnehmer begeisterte. Der Samstagnachmittag war der Heimat gewidmet. Am Kriegerdenkmal gedachte man der Toten. Die Musikkapelle spielte, der Kirchenchor sang und nach einem Gedichtvortrag sprach Herr Pfarrer Klopfer, Rosenberg, der die seit dem 16. Mai verwaiste Pfarrgemeinde Jagstzelle versorgte, das Gebet für die Toten der Heimat. Anschließend begrüßte im Festzelt der 1. Vorsitzende, Herr Klemens Wunder, die frohe Festgemeinde mitsamt den aus der Ferne gekommenen Jagstzellern; ebenso sprach Herr Michael Hilsenbek, der Festleiter, Worte der Begrüßung. Die Festrede hielt Herr Bürgermeister Lechner. Er pries nicht nur den Jubelverein als beachtlichen Kulturträger der Gemeinde, sondern verstand es auch, unser Dorf als einen reizenden Teil des Virngrundes darzustellen. Der Schülerchor unter Leitung von OL Fauser, der Kirchenchor mit seinem Dirigenten Rektor Hieber und der Gesangverein Dankoltsweiler, unter der Leitung von Frau Suhm, bereicherten mit ihren gekonnten Vorträgen das Programm.

Beim Festabend im Zelt eröffnete der Patenverein Hüttlingen, unter Leitung von Erwin Köder, die reichhaltigen Darbietungen. Der 1. Vorsitzende begrüßte wieder die zahlreich erschienenen Gäste von nah und fern. Nach dem Festprolog, der von einer der Festdamen, Frl. Claudia Schimmele, vorgetragen wurde, und einem Konzertstück des Patenvereins, hielt Herr Bürgermeister Lechner die Festansprache. Zahlreiche Glückwünsche wurden von auswärtigen Vereinen überbracht. Nach einer meisterhaft gespielten Ouvertüre, "Europaparty" von Willi Lange, durch den Jubelverein, überbrachte der Vorsitzende des Kocher-Brenz-Gaues die Glückwünsche von Bund und Gau zum 50. Wiegenfest und zeichnete folgende Mitglieder aus: Für 40 Jahre aktiven Dienst als Musiker erhielt Herr Hans Schlosser eine Bundes-Ehrenurkunde und die Anstecknadel in Silber. Für 20jährigen Dienst erhielten die Herren Klemens Wunder, Josef Wunder, und Herbert Wachter die Ehrennadel in Silber und für 10jährigen Dienst erhielt Herr Hermann Wunder die Ehrennadel in Bronze. Für 20jährige Mitarbeit als Ehrenvorsitzender und für Jugendwerbung erhielt Herr Bürgermeister Lechner die Bundesfördernadel in Gold. Für 40jährige passive Mitgliedschaft erhielten die Herren Michael Fuchs, Franz Geiger, Josef Schmid sen. und Hans Weber sen. die Ehrennadel in Gold.

Der Musikverein unterstrich die Ehrungen mit dem Marsch "Silberstreifen". Das "Schützenliesel-Balett", von den Festdamen vorgetragen, löste großen Applaus aus. Die Darbietungen der anwesenden Chöre sowie des Musikvereins wurden begeistert aufgenommen. Landrat Wabro überbrachte die Glückwünsche des Kreises. Der Musikverein Jagstzell tauschte mit dem Patenverein Hüttlingen Musikinstrumente aus. Mit konzertanter Unterhaltungsmusik füllte der Patenverein den Abend.

Der Sonntag, 8. Juli 1973, begann mit dem "Wecken" durch den Musikverein Jagstzell. Der damalige Stadtpfarrer von St. Maria in Aalen, Herr Pfarrer Eugen Schneider, ein Sohn der bürgerlichen Gemeinde Jagstzell hielt den Festgottesdienst im Zelt. Seine Festpredigt stand unter dem Motto "Heimat als Verantwortung und Aufgabe". Der Musikverein spielte die Schubertmesse.

Bis zum Mittagessen unterhielt der Musikverein Rosenberg die Festgäste im Zelt. Der Festumzug am Nachmittag war mit seinen 23 Kapellen der Gastvereine aus nah und fern, mit den Festdamen in rosafarbenen Kleidern, der Festkutschen mit der Prominenz und den Alten Herren, mit sechs Festwagen und vier Festgruppen ein unvergessliches, farbenprächtiges Bild, eine rechte Augenweide für die den reichgeschmückten Festzugsweg entlang stehender Menschenmenge, die mit Fotos und Filmgeräten die herrlichen "vorbeiziehenden Bilder für das Album oder das Vorführgerät für spätere Zeit und die nachkommende Generation bewahrten" - so lesen wir im Bericht darüber.

Nach dem Fahneneinmarsch, zu dem der Patenverein Hüttlingen spielte, begrüßte Vorstand Klemens Wunder die Gastvereine im gefüllten Festzelt. Bürgermeister Lechner hielt die Festrede und dankte allen Beteiligten beim Festzug. Die Gastvereine gaben ihre Musikvorträge zum Besten und alle ernteten reichen Beifall. Der Musikverein Stimpfach leitete zu begeisternder Stimmungsmusik über. Die Egerländer Trachtenkapelle spielte am Abend zum Tanz auf. Am Montag, 9. Juli 1973, wurde ein Kinderfest abgehalten. Nach einem farbenfrohen Festzug zeigten die Kinder im Freien und auf der Bühne Spiele und Reigen  und erfreuten alle damit. Für Unterhaltungsmusik sorgte anschließend der Musikverein Jagstzell bis spät in die Nacht und das gelungene Fest fand so bei Heiterkeit und Fröhlichkeit seinen Abschluss.

Von nun an wird die Vereinsgeschichte chronologisch Jahr für Jahr weitergeführt. Im Laufe des Jahres 1973 waren vielfältige Einsätze in der Gemeinde Jagstzell, aber auch Mitwirkungen bei auswärtigen Musikfesten, so beim 125jährigen Jubiläum des Musikvereins Röhlingen, beim Gartenfest des Musikvereins Ellenberg, beim 50jährigen Bestehen des Gesangvereins Hohenberg, bei einem Musikfest in Nattheim, beim Sängerfest in Saverwang, beim 125jährigen Stiftungsfest des Musikvereins in Adelmannsfelden, beim Schützenverein in Ellenberg. Dem neugewählten Bürgermeister Herrn Wilfried Herrmann in Jagstzell brachte die Musikkapelle am 23. September ein Ständchen und spielte bei der Einsetzung am 14. November. Bei der Investitur von Herrn Pfarrer Ludwig Herz am 13./14. Oktober wirkte die Musikkapelle ebenfalls mit.

1974

Am 10. Januar war die erste Beratung der Vorstandschaft mit dem Bürgermeister und Gemeinderat über den Ausbau des Dachgeschosses der "alten Schule" zu einem Probelokal. Im Laufe des Jahres wurde unter Mitwirkung von freiwilligen Helfern in 700 Arbeitsstunden das Probelokal erstellt und von den Vereinsmitgliedern und zusammen mit den Gemeinderäten als Hausherren zünftig eingeweiht. Anlässlich der Firmung am 6. Juli begleitete die Musikkapelle den Bischof mit Musik zur Kirche. Am 8. Juli gab die Kapelle dem Altbürgermeister und Ehrenvorstand Otto Lechner das Grabgeleit. Am 22. Juli spielten die Musiker in der Kirche beim Requiem für den am 18. Juli verstorbenen früheren Ortspfarrer Konrad Schmucker, und ein Bläserduett spielte am folgenden Tag bei der Beerdigung in Ehingen. Am 8. September geleitete die Musikkapelle Geistlicher Rat, Pfarrer und Dekan i.R. August Schellmann zur Feier des 50jährigen Priesterjubiläums in die Kirche und spielte am Nachmittag bei der Gemeindefeier in der Turn- und Festhalle.

1975

Wie alljährlich wurde ein dreitägiges Gartenfest gefeiert. Bei der Mitwirkung zum 50jährigen Jubiläum des Musikvereins Hüttlingen erhielt der Verein bei der Marschmusikbewertung den ersten Rang mit Auszeichnung. Beim Basar für den Kindergarten wirkte der Verein ebenfalls mit sowie am 2. November bei der Einweihung der neu erstellten Leichenhalle mit Friedhoferweiterung in unserer Gemeinde.

1976

Mit ihren Darbietungen erfreute die Musikkapelle die Kranken im Kreiskrankenhaus in Ellwangen und in der Universitätsklinik in Ulm. Beim Jugend-Kritik-Spiel in Mutlangen wurde die Jugend mit "gut - sehr gut" benotet und bei der Marschmusikbewertung in Mögglingen erhielt die Kapelle den ersten Rang. Der Vereinsausflug, der all zwei Jahre durchgeführt wird, führte in diesem Jahr nach Österreich, Italien und die Schweiz.

1977

Am 24. April spielte die Kapelle beim Hauptgottesdienst und anschließend auf dem Friedhof bei der Einweihung der Priestergedächtnisstätte. Das dreitägige Gartenfest fand vom 26. - 28. August statt. Am 25. November wurde Weihbischof Herre anlässlich der Firmung mit Musik zur Kirche geleitet. In diesem Jahr wurde der Höchststand an aktiven Musikern seit Bestehen des Vereins gezählt. 31 aktive Musiker, darunter 10 Jugendliche.

1978

Beim Blasmusikkonzert in der Sechtahalle in Röhlingen am 9. Mai hatte der Verein den zweiten Teil des Konzertabends übernommen. Am 25. Mai, dem Vorabend von Fronleichnam, spielte die Kapelle in der Vorabendmesse, die Bischof Romer aus Brasilien zelebrierte, der hier zu Besuch weilte. Durch die Mitwirkung des Bischofs war die Fronleichnamsprozession besonders feierlich, die Musikkapelle spielte ebenfalls. Am Jugend-Kritik-Spiel in Lautern wurde teilgenommen. Der Vereinsausflug führt durch Vorarlberg und Tirol. Am 26. November erfreute die Kapelle die Besucher des Basars in der Turn- und Festhalle. 39 Musiker spielen jetzt im Verein, darunter 20 unter 18 Jahren, sieben Jugendliche sind in Ausbildung.

1979

Die Musikkapelle spielte - wie alljährlich - am Weißen Sonntag, am 1. Mai, am Fronleichnamsfest, am Volkstrauertag, bei Gottesdiensten am 13. Mai und 2. Dezember - dem Kolpinggedenktag - sowie am Heiligen Abend und bei der Krippenfeier der Kinder am Weihnachtstag und beim Theaterabend des Kolpingvereins. Das Jahreskonzert wurde durchgeführt, und bei Hochzeiten und Beerdigungen sowie zahlreichen auswärtigen Veranstaltungen wirkte die Kapelle mit.

1980

Bei der Jahreshauptversammlung am 22. März konnte der Vertreter des Kreisverbandes Ostalb im Deutschen Musikerbund, Herr Schmid, zahlreiche Ehrungen vornehmen. Bei der Marschmusikbewertung in Herlikofen erhielt die Kapelle wieder den ersten Rang mit Belobigung und beim Jugend-Kritik-Spiel in Waldhausen erspielten die Jungmusiker das Prädikat "gut - sehr gut". Es fand die erste mit dem Sportverein gemeinsam veranstaltete Faschings-Prunksitzung statt. Beim ersten Jagstzeller Straßenfest, das am 7. und 8. Juni nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten an der "Crailsheimer Straße" und der Hauptstraße, sowie der Neugestaltung des Rathausplatzes, in uneigennütziger Zusammenarbeit aller Vereine durchgeführt wurde, wirkte auch der Musikverein mit. Das Fest war, wie alle Feste, die in Jagstzell gefeiert werden, ein großartiges Erlebnis für viele aus nah und fern. Am Samstagabend wirkte der Musikverein bei dem abwechslungsreichen Programm mit, ebenso unterhielt er beim Frühschoppen am Sonntagmorgen und am Sonntagnachmittag die Jagstzeller und die zahlreichen Gäste mit flotten Weisen. Dank der hervorragenden Organisation, insbesondere des Festleiters Herrn Josef Schlosser sen., Kellerhof, waren diese Festlichkeiten in der Tat ein Gemeinde- und Heimatfest im wahrsten Sinne des Wortes. Der Reinertrag von ca. 15000 DM wurde gemeinnützigen Zwecken innerhalb der Gemeinde zugeführt. So erhielt der Kindergarten 4000 DM, der Krankenpflegeverein 3000 DM und die Grund- und Hauptschule den verbleibenden Restbetrag von ca. 8000 DM zur Anschaffung eines Klaviers.

1981

Neben den alljährlichen stattfindenden Auftritten in der Gemeinde fand am 17. Mai ein Platzkonzert auf dem Rathausplatz statt. Beim ersten Schulsportfest am 23. Mai spielte die Kapelle am Nachmittag. Am 5. Mai war die 25-Jahr-Feier in Fachsenfeld und des Kreisverbandsmusikfest. 40 Musikkapellen nahmen teil und ca. 2000 Musiker spielten. Unsere Kapelle spielte beim Umzug und im Festzelt. Am 18. Juli geleitete die Musikkapelle Hans Schlosser, der über 50 Jahre der Musik und dem Verein gedient hat, zu Grabe. Bei der Gemeindefeier am 11. Oktober "60 Jahre Schwesternstation in Jagstzell" wirkte die Kapelle mit.

1982

Am 15. Mai spielte die Kapelle auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Hall. Am 18. und 19. September wirkte die Kapelle bei der Priesterweihe und Primiz von Pater Anton Schneider mit, wie bei seiner Verabschiedung am 13. Januar 1983

1983

Die Feierlichkeiten zum 60jährigen Jubiläum des Musikverein Jagstzell wurden am 8. Januar mit einem Konzert, bei dem neben der Jubiläumskapelle der Musikverein Waldstetten mitwirkte, eröffnet. Neben vieler Vorbereitungen auf das bevorstehende Vereinsjubiläum hatte die Kapelle im Jubeljahr 40 Auftritte u. a. das gemeinsame Konzert mit den Musikfreunden aus Rechenberg in Stimpfach, ein Ständchen für den Landrat Dr. Diethelm Winter, die Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeuges am 15. Juni oder gar als Festkapelle beim Jubiläum der Sängergruppe Saverwang. Vom 15. Juli bis 18. Juli wurde das 60jährige Jubiläum mit Fahnenweihe, verbunden mit dem 5. Kreisverbandsmusikfest, gefeiert. Die festlichen Tage begannen am Freitag mit einem großen bunten Abend. Nach der Eröffnung des Musikvereins und einem Grußwort des 1. Vorsitzenden Klemens Wunder gehörte die Bühne ganz den Akteuren des Abends. Durch das Programm führte der schwäbische Humorist Jakob Welzenbach. Das Programm wurde eröffnet durch die zwei "Pfrondtner Jodla-Föhla". Bei dem was die beiden Akrobaten "Gerd und Jürgen" boten, hat sich mancher Zuschauer allein durch das Mitverfolgen den Hals verrenkt. Einen weiteren Höhepunkt dieses Abends bildeten die "Original Riasr Goißlschnalzer", die zur Musik mit der Peitsche knallten. Dass mit diesem ungewöhnlichen Musikinstrument nicht einfach umzugehen ist, musste auch Bürgermeister Wilfried Herrmann feststellen, der es fertig brachte, sich ohne Blessuren wacker zu schlagen. Begeisterte Zustimmung fanden die "Rosanis Sisters" mit ihrem Tanz und Akrobaten-Cocktail. Den glanzvollen Abschluss des Programms bildeten neben den Clowns "Zwei Trolly´s" die Gruppe "The Heirolls" mit ihrer rasanten Rollschuhartistik. Für den Rest des Abends wurden die Besucher durch den Musikverein Röhlingen unter Leitung von Otto Gurko unterhalten. Bei einem Gemeindeempfang am Samstagvormittag konnte Bürgermeister Herrmann, der Schirmherr des Festes, die Vorstandschaft des Musikkreisverbandes, die Vorstandschaft der Jubiläumskapelle sowie die beiden Wertungsrichter Musikdirektor Helmut Haase-Altendorf und Musikdirektor Alban Nieder zum Kreisverbandsmusikfest begrüßen. Mit einer Rekordbeteiligung traten am Samstagnachmittag und am Sonntagmorgen insgesamt 28 Kapellen aus allen Teilen des Ostalbkreises und dem benachbarten Hohenlohe vor die Wertungsrichter.

Der Höhepunkt des Samstags bildete sicherlich der Festabend, der musikalisch durch den Patenverein Hüttlingen mit einem festlichen Marsch eingeleitet wurde. Nach dem Prolog der Festdamen richtete Schirmherr Wilfried Herrmann das Wort an die zahlreichen Besucher. Er unterstrich dabei die Wichtigkeit der Musik für das öffentliche Leben. Nachdem die Vorsitzenden der Musikverein Hüttlingen und Jagstzell Dankbotschaften und Geschenke ausgetauscht hatten, leiteten die Jagstzeller Musiker mit der "Feodora Ouvertüre" die Ehrungen des Abends ein, bei denen der 1. Vorsitzende Klemens Wunder für seine jahrzehntelange Arbeit als hohe Auszeichnung die goldene Bundesfördermedaille am Bande erhielt. Der langjährige 2. Vorsitzende und Festleiter des 60jährigen Jubiläums Josef Schlosser sen. wurde mit der silbernen Bundesfördermedaille am Bande ausgezeichnet. Einen bunten Melodienstrauß boten an diesem Abend der Kirchenchor Jagstzell und der Gesangverein Dankoltsweiler. Besonderen Applaus ernteten die Festdamen, die mit ihren Tänzen die Besucher besonders begeistern konnten. Mit Unterhaltungsmusik bis in die späten Stunden sorgte der Musikverein Hüttlingen für einen gelungenen Abschluss dieses Festabends. 

Am Sonntagmorgen wurde in der St.-Vitus-Kirche beim Gottesdienst, der von der Jagstzeller Musikkapelle festlich umrahmt wurde, die neue Fahne geweiht und dem Fahnenträger Josef Kaiser übergeben. Pfarrer Herz, der den Gottesdienst hielt, betonte in seinem Wort an die Gemeinde die Bedeutung der Musik im Leben eines Christen. Die Fahne soll nicht nur als ein Geschenk, sondern auch als verpflichtendes Zeichen der Gesamtheit angesehen werden. Nach dem Gottesdienst wurde am Kriegerdenkmal der Toten gedacht, ganz besonders auch der ehemaligen Mitglieder des Musikvereins. Anschließend marschierte man mit Musik zum Festzelt. In den Nachmittagsstunden des Sonntags zogen in ganzen Autokolonnen die vielen Musiker und die zahlreichen Gäste nach Jagstzell zum Festzug, der sich mit 48 Kapellen, unterbrochen von zahlreichen Festgruppen der Jagstzeller und der Schule, durch das festlich geschmückte Dorf bewegte. Die ganze Gemeinde klang bei schönstem Musikerwetter von den Melodien der marschierenden Kapellen, denen die Zuschauer reichlichen Beifall spendeten. Unter der Leitung von Kreisverbandsdirigent Georg Eichele stellten sich die Kapellen dann zum Gesamtchor auf dem Festplatz auf, und aus 2000 Instrumenten erklangen machtvoll die festlichen Weisen durch das Jagsttal. Tief beeindruckt dankten die vielen Zuhörer den Musikern für ihr Engagement im Dienste der Musik. Bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse des Wertungsspiels, bei der Ehrenpreise in jeder Stufe vergeben wurden, stieg die Spannung im vollbesetzten Festzelt. Bei hochsommerlichen Temperaturen fand dann als Abschluss der Jubiläumsfesttage am Montag das Gemeindekinderfest statt. Den farbenprächtigen Festzug führten die Jubelkapelle mit der neugeweihten Vereinsfahne und den Festdamen an. Die Lehrer der Grund- und Hauptschule Jagstzell hatten sich, ebenso wie der Kindergarten, alle Mühe gegeben, um sich in den verschiedensten Gruppen und Festwagen u. a. als "Die Neue Deutsche Welle", "Schule anno dazumal", "Wanderzirkus" den zahlreichen Zuschauern darzustellen. Aber auch die herrlich geschmückten Festwagen der Vereine, die in mühevoller Arbeit zusammengestellt waren, fanden reichlich Beifall bei dem die Hauptstraße und Bundesstraße säumenden Publikum. Bürgermeister Herrmann konnte ca. 500 Kinder und Festbesucher im Zelt begrüßen. Rektor Pistohl von der Grund- und Hauptschule gab den Kindern sodann den Spiel-Parcours des Festgeländes, auf dem sie ihr Talent u. a. beim Fahrradhindernisfahren, Brettnageln, Kegeln, Klettermast und vieles mehr beweise konnten, frei. Es bleib nicht aus, dass sich auch die Lehrerschaft und der Gemeinderat im Sackhüpfen maßen. In gelöster Stimmung ließ man sich am Abend von der Kapelle des Musikvereins Rosenberg unterhalten.

1984

Bei der Jahreshauptversammlung im März wurden Adolf Borst, der seit 1954 im Verein tätig und jahrelang passives Ausschussmitglied war, sowie Josef Schlosser sen. zu Ehrenmitgliedern ernannt. Josef Schlosser war 13 Jahre 2. Vorstand des Vereins und Festleiter des 60jährigen Jubiläums. Ihre größten Einsätze während des Jahres hatten die Musiker beim 2. Jagstzeller Straßenfest und beim Gartenfest, das vom 24. - 26. August stattfand. Der Vereinsausflug führte im September auf den Herzogstand am Walchensee. Auch in der Jugendausbildung konnten Erfolge verzeichnet werden. So erhielten die Jungmusiker beim Jugendkritikspiel in Mutlangen die Note "gut bis sehr gut". Im September begleiteten die Musiker den am 24. verstorbenen ehemaligen Vorstand (von 1957 - 1969) Bernhard Wünsch zu Grabe.

1985

Traditionell begann das Jahr am 5. Januar mit dem Jahreskonzert, bei dem als Gastkapelle der Musikverein Adelmannsfelden mitwirkte. In diesem Jahr nahm der Musikverein  bei zwei Wertungsspielen teil. Man erzielte am 30. Juni beim Wertungsspiel in Hüttlingen einen 1. Rang mit Belobigung, und als beste Kapelle in der Mittelstufe erhielt man den Ehrenpreis des Landkreises Ostalb. Eine Woche später beim Wertungsspiel in Crailsheim wurde die musikalische Darbietung ebenfalls mit einem 1. Rang belohnt. Am 6. und 7. Juli wurde in Jagstzell die Primiz von Siegbert Denk gefeiert. Die Musikkapelle holte den Primizianten bei dessen Elternhaus ab und begleitete ihn musikalisch zum Primizgottesdienst in die St.-Vitus-Kirche. Im Lauf des Jahres begannen 18 Jugendliche mit der musikalischen Ausbildung im Verein. Am 22. Oktober feierte der 1. Vorsitzende Klemens Wunder seinen 50. Geburtstag (Protokoll Generalversammlung: Es wurde bei verschiedenen Musikern ziemlich spät).

1986

Am 4. Januar fand das Jahreskonzert in der Turn- und Festhalle statt. Zu Gast war bei diesem Konzertabend die Musikkapelle aus Umpfertal, die Kontakte wurden durch den aktiven Musiker Herbert Wachter geknüpft. Bei der Jahreshauptversammlung wurden alle Funktionsträger in ihren Ämtern bestätigt. Bei den anschließenden Ehrungen  wurden aktive Musiker ausgezeichnet. Beim Jugendkritikspiel in Essingen erhielt eine Gruppe Jungmusiker den Preis für den besten Vortrag. Zum ersten Mal fand das Sommerfest in der Abbundhalle des 2. Vorsitzenden Josef Schlosser jun. statt. Im Laufe des Jahres wurde, da der alte Proberaum zu klein war, mit dem Ausbau des neuen Proberaumes, welcher zuvor ein Klassenzimmer im alten Schulhaus war, begonnen.

1987

Für 10 Jahre aktive Tätigkeit im Verein wurden beider Jahreshauptversammlung Norbert Gschwender, Matthias Schlosser sowie Thomas Schlosser und für 20 Jahre aktive Tätigkeit im Verein Richard Mayer, Gebhard Wunder und Siegfried Wunder ausgezeichnet. Der Dirigent Karl Götz erhielt für 20 Jahre aktive und für 20 Jahre Funktionärs- und Dirigententätigkeit die Fördermedaille des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg in Silber. Eine ganz besondere und seltene Auszeichnung erhielt der altgediente Musiker und Kassenverwalter Hermann Vees sen. Für über 40jährige Zugehörigkeit als aktiver Musiker und Kassierer ehrte ihn der Vertreten des Kreismusikverbandes Ostalb, Herr Georg Schmid, als ersten Jubilar im Kreisverband mit der internationalen Auszeichnung der CISM-Medaille sowie der Landesehrennadel in Gold. Im März fand eine Rundfunkaufnahme für die Sendung "Durch Stadt und Land" des Süddeutschen Rundfunks statt. Am 30. Oktober wurde im neuen Proberaum des Musikvereins die erste Probe abgehalten.

1988

Am 25. März wurde das neue Probelokal eingeweiht. Beim Jugendkritikspiel am 23. und 24. April in Bopfingen erzielten die Jungmusiker sehr gute Ergebnisse. Die Aktivenkapelle holte sich bei der Marschmusikbewertung in Neresheim als beste Kapelle in der Kategorie C einen 1. Rang und den Wanderpreis des Ostalbkreises. Im Bereich der Jugendausbildung fand vom 23. - 28. Mai ein Lehrgang auf der Alpe Hohenegg in Steibis statt. Das 3. Jagstzeller Straßenfest, bei dem der Musikverein die musikalische Unterhaltung übernahm, wurde vom 10. -  12. Juni abgehalten. Ein 2tägiger Ausflug führte ins Elsaß. Dort wurde u. a. die Stadt Straßburg besichtigt. Wie jedes Jahr wirkte der Musikverein bei regelmäßigen Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde mit. So beim Altennachmittag, Weißer Sonntag, 1. Mai, Fronleichnamsprozession, Volkstrauertag, bei vorweihnachtlichen Weisen in der Adventszeit nach dem Hauptgottesdienst, im Kreiskrankenhaus Ellwangen und in der St.-Anna-Klinik Ellwangen, oder am Heiligen Abend und in der Krippenstunde.

1989

Eine besondere Ehrung erhielt der Vorsitzende Klemens Wunder beim Jahreskonzert am 7. Januar. Er wurde mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und vom Kreisverband mit der CISM-Medaille ausgezeichnet. Bei diesem Konzert war zu Gast die Musikkapelle Hohberg-Plüderhausen, in deren Reihen mit Manfred Hahn ein ehemaliger Jagstzeller Musiker mitspielte. Bei der Jahreshauptversammlung wurde anstelle von Klemens Wunder, der nach 20 Jahren abtreten wollte und bei 2 Vereinsjubiläen dem Verein vorstand, dessen Sohn Siegfried Wunder zum 1. Vorstand gewählt. Kassierer Hermann Vees sen., der die Vereinskasse über 40 Jahre gut verwaltet hatte, gab sein Amt ab. Sein Sohn Hermann Vees jun. wurde einstimmig gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Weitere aktiver Musiker wurden geehrt. Außerdem wurde von der Versammlung der langjährige 1. Vorsitzende Klemens Wunder zum Ehrenvorsitzenden und der langjährige Kassierer Hermann Vees sen. zum Ehrenmitglied ernannt. In die Kapelle wurden 11 Jugendliche aufgenommen. Insgesamt hat der Musikverein 308 Mitglieder, davon sind 45 aktiv in der Kapelle.

1990

Ein weiterer Erfolg in der Vereinsgeschichte konnte beim Landesmusikfest in Aalen erzielt werden. Der Musikverein erreichte beim Wertungsspiel in der Mittelstufe einen 1. Rang mit Belobigung. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Umzug am nächsten Tag wird den Musikerinnen und Musikern in Erinnerung bleiben, denn während des Umzuges begann es fürchterlich zu regnen und alle waren total durchnässt. Im September ging der Musikverein beim Ausflug auf große Fahrt. Ziel war in diesem Jahr der Bayerische Wald mit dem Großen Arber und die Stadt Passau. Am 6. Oktober wurde gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Jagstzell das 2. Weinfest in der Turn- und Festhalle abgehalten. In diesem Jahr bildeten sich zwei Untergruppen aus dem Musikverein: die Tanzkapelle "Lädds Däns" und die Brass-Gruppe "Brass Alone".

1991

Beim Jahreskonzert am 5. Januar, bei dem der Musikverein Ebnat zu Gast war, konnte der Vertreter des Kreisverbandes Georg Schmid für 40jähriges Musizieren Herbert Wachter und den Ehrenvorsitzenden Klemens Wunder mit der goldenen Ehrennadel des Blasmusikverbandes auszeichnen. Für 20jährige Funktionärstätigkeit wurde Josef Hahn mit der goldenen Fördermedaille geehrt. Weitere aktive Musiker wurden für 10jähre aktive Tätigkeit geehrt werden. In Folge des Golfkrieges fanden in Jagstzell keine Faschingsveranstaltungen statt. Am 17. März fand zum ersten Mal in der Jagstzeller St.-Vitus-Kirche ein Kirchenkonzert statt, das zusammen mit dem Kirchenchor abgehalten wurde. Der Erlös aus dem Kirchenkonzert in Höhe von 2.000 DM kam dem Kindergarten zugute. Am 28. April spielte die Kapelle bei der Verabschiedung von Pfarrer Ludwig Herz und ein paar Wochen später am 1. Juni bei der Amtseinsetzung von Pfarrer Johannes Weimar.

1992 

Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Vorstandschaft wieder gewählt. Neu gewählt wurde für den ausscheidenden Schriftführer Hans Schlosser jun., der das Amt 12 Jahre ausübte, Norbert Gschwender. Am 8. Mai umrahmte der Musikverein die Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum der Raiffeisenbank Jagstzell. Beim Wertungsspiel am 9. Mai in Hüttlingen konnte wieder ein Erfolg in der Vereinsgeschichte des Musikvereins verbucht werden. In der Mittelstufe erzielte man die Note "sehr gut". Das 4. Jagstzeller Straßenfest fand vom 12. - 14. Juni statt, bei dem der Musikverein beim Sternmarsch, dem Turmblasen und bei der musikalischen Umrahmung am Freitag und Samstag mitwirkte. Vom 12. - 13. September führte ein Ausflug in die Schweiz. Mit dem Bernina Express fuhr man durch die Berglandschaft des Oberengadin. Das gemeinsame Weinfest mit dem Obst- und Gartenbauverein wurde am 24. Oktober abgehalten. Bei einer Modenschau präsentierten die "Jagstzeller Modells" die neuesten Modetrends.

1993

Den Auftakt zum 70jährigen Bestehen des Musikvereins bildete am 9. Januar das Jubiläumskonzert. Neben der neugegründeten Jugendgruppe der Musikvereine Jagstzell und Rosenberg und dem Jubelverein war die Patenkapelle des Musikvereins Hüttlingen mit von der Partie. Es wurden auch vier Musiker mit insgesamt über 100 Jahre Treue zum Verein geehrt. Auf 40 Jahre aktive Zugehörigkeit zum Musikverein Jagstzell blickte Josef Wunder zurück. Er erhielt die goldene Ehrennadel zusammen mit einer Ehrenurkunde. Seit 35 Jahren im Musikverein und seit 25 Jahren Dirigent hatte Karl Götz ein wichtiges Kapitel in der Jagstzeller Musikgeschichte geschrieben. Für diese vielfältigen musikalischen Leistungen wurde ihm die Fördermedaille in Gold des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg übergeben. Am 5. März wurde der langjährige Kassierer und Ehrenmitglied Hermann Vees sen., der bei allen Musikern ein stets geschätzter Musikkamerad war, zu Grabe geleitet. Beim 150jährigen Feuerwehrfest der freiwilligen Feuerwehr Jagstzell vom 14. - 17. Mai wirkte die Kapelle u.a. beim Festabend und bei den Festzügen als Festkapelle und mit einem Festwagen mit. Die Jugendgruppe Jagstzell/Rosenberg erzielte beim Jugendkritikspiel in Ebnat die Note "gut" ebenso weitere Jugendliche beim Spiel in kleinen Gruppen. Das Klarinetten/Flöten-Duo Andrea Geiger und Kerstin Götz erhielten neben der Note "sehr gut" einen Pokal als Gruppenbeste.

1994

Mit einem großen Konzert, gleichzeitig das letzte in der alten Gemeindehalle, hat der Musikverein am 8. Januar die Feierlichkeiten zu seinem 70jährigen Bestehen beendet. Rund 70 Musiker bestritten ein dreistündiges Programm. Die Spielgemeinschaft der Jungmusiker von Jagstzell und Rosenberg eröffneten den bunten Melodienreigen. Anschließend stellte sich die 5köpfige Brass-Gruppe des Musikvereins vor. Drei Ouvertüren, darunter den "Barbier von Sevilla", hatte Karl Götz an den Anfang des 2. Konzertteiles, der 44 Personen umfassenden Musikkapelle, gestellt. Unsere Tanzkapelle "Lädds Däns" spielte anschließend zur Unterhaltung der Gäste. Beim Schulfest der Grund- und Hauptschule Jagstzell am 18. September wurde das Stück "Die Party bei Hänsel und Gretel" aufgeführt, bei dem eine "außergewöhnlich zusammengestellte Combo" des Musikvereins den Schulchor unterstützte. Der Ausflug führte in diesem Jahr nach Österreich zum Achensee. In der Adventszeit am 4. Dezember waren beim 2. Kirchenkonzert barocke, romantische und ganz neuzeitliche Klänge und Rhythmen in der St.-Vitus-Kirche zu hören, vorgetragen von unserer Kapelle und dem Kirchenchor.

1995

Bei der Jahrehauptversammlung wurde der jährliche Beitrag von 20,- auf 25,- DM erhöht. Anlässlich der Wiedereinweihungsfeierlichkeiten der Turn- und Festhalle wurde die offizielle Einweihung von der Brass-Gruppe umrahmt. Das Festkonzert am 6. Mai gestalteten gemeinsam der Musikverein und der Gesangverein Dankoltsweiler. Sehr gut besetzt, so die Wertungsrichter, präsentierte sich am 9. Juli die Kapelle am Wertungsspiel beim Kreisverbandsmusikfest in Neuler. Sichere Rhythmik und präzise Spielweise zeichneten den "Festtag in der Toscana" als Selbstwahlstück und "Schwabenland" als Pflichtstück aus. Man wurde mit 94 von 100 möglichen Punkten mit der Note "sehr gut" belohnt. Außerdem erhielt der Musikverein als beste unter 14 teilnehmenden Kapellen der Mittelstufe den Ehrenteller des Landrates. Dieser Erfolg in der 72jährigen Vereinsgeschichte wurde mit Marschmusik durch Jagstzell gebührend gefeiert.

1996

Einen bunten Melodienstrauß boten der Musikverein und der Gastverein aus Unterkochen beim Jahreskonzert am Drei-Königs-Tag in der neu renovierten Gemeindehalle. Für aktive Tätigkeit im Verein wurden mehrere Musiker geehrt. Im Juni fand das 5. Jagstzeller Straßenfest statt, bei dem der Musikverein neben der Bewirtung für die musikalische Umrahmung zu sorgen hatte u. a. mit einem Sternmarsch, das Turmblasen sowie der Auftritt der Oberkrainer Gruppe. Als Vertreter des Musikvereins wurde Norbert Gschwender in den kleinen Festausschuss des Straßenfestes gewählt. Beim Kreisverbandsmusikfest in Rosenberg erzielte der Musikverein in der Marschmusikbewertung die Note "gut bis sehr gut". Ein schönes Erlebnis war der gemeinsame Einmarsch mit der Jubiläumskapelle am Ende des Festzuges in das volle Festzelt. Im September führte der Vereinsausflug des Musikvereins für 2 Tage nach Dresden und in die Sächsische Schweiz.

1997

Vorstand Siegfried Wunder konnte beim Jahreskonzert am 4. Januar neben vielen Zuhörern und Ehrengäste auch die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Elchingen begrüßen. Wieder wurden mehrere Musiker für ihre aktive Zeit im Musikverein geehrt werden. Am Palmsonntag, dem 23. März, fand in der Turn- und Festhalle zum ersten Mal in Jagstzell das Konzert des Kreisjugendblasorchesters statt, in dem 7 junge Musikerinnen und Musiker aus unseren Reihen mitspielten. Auch im Bereich der Freizeitaktivitäten wurde den Aktiven etwas geboten. So die Fahrt zum "Starlight Express" nach Bochum. Nach 29 erfolgreichen Jahren als Dirigent gab Karl Götz den Taktstock aus der Hand, neuer Dirigent wurde mit Rainer Hahn wiederum ein junger Musiker aus den eigenen Reihen. Für die seit ca. 2 Jahren in Ausbildung befindlichen 19 Jugendlichen fand vom 29. Mai bis 1. Juni eine Jugendfreizeit im Paulushaus in Herlikofen statt. Das Jahr war geprägt von den Vorbereitungen auf das Jubiläum. Es wurde auch eine neue Uniform angeschafft, die beim Jubiläumskonzert 1998 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte. Dem neugewählten Jagstzeller Bürgermeister Raimund Müller wurde am 28. September und am 31. Oktober dem ausgeschiedenen Bürgermeister Wilfried Herrmann jeweils ein Ständchen gespielt. Bei der Amtseinsetzung spielte die Brass-Gruppe des Vereins. Am Nikolaustag waren die Jagstzeller Musiker zu Gast beim Musikverein in Elchingen, bei dem Rainer Hahn sein erstes Konzert als Dirigent mit Bravour bestand. Alle annähernd 1000 Notenpartituren wurden im Laufe des Jahres geordnet und archiviert. Der Verein zählt insgesamt 398 Mitglieder, 50 davon sind aktive Musiker.

1998

Das Jubiläumsjahr begann für den Musikverein mit dem Jubiläumskonzert, welches er alleine bestritt. Zusammen mit dem Kirchenchor fand das 3. Jagstzeller Kirchenkonzert statt, das unter dem Zeichen "500 Jahre St. Vitus Kirche Jagstzell" stand. Es war wiederum ein schöner Erfolg und mit dem Erlös konnte die Anschaffung einer Figur des hl. Kilian bezuschusst werden. Gelungene Auftritte fanden auch beim Frühlingsfest in Ellwangen, beim Sommerfest in Aufhausen und beim Jubiläumsfest des Musikvereins Adelmannsfelden statt.
Am 11. Juli fingen die Feierlichkeiten fernab von Bierzelttrubel mit einem Festabend in der Gemeindehalle an. Diese Entscheidung erwies sich als Glücksgriff, konnte doch die Gestaltung dieses Abends mit einer bunten Mischung aus Ansprachen, Musik, Ehrungen, Gesang und Tanz mehr als überzeugen. Selbst der Vortrag des Ehrenvorsitzenden Klemens Wunder über die Vereinschronik war das Kommen schon wert. Zugleich wurde eine Ausstellung mit dem Motto "Unser Musikverein Jagstzell im Wandel der Zeit" aufgebaut, die auch noch am Sonntag Nachmittag von vielen bewundert wurde.
Pünktlich zum Festwochenende vom 24. bis 27. Juli waren alle Aufbauten beendet und es konnte losgehen. Der Rockabend mit der Gruppe "Pomm Fritz" war leider spärlich besucht, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Der Samstag Nachmittag begann mit einem Leichtathletikprogramm, das von Jürgen Hauber veranstaltet wurde. Beim großen bunten Abend hatte der Musikverein bewusst auf die Verpflichtung teurer Stars verzichtet, denn der Musikverein wollte zeigen, dass die Jagstzeller selbst einen bunten Abend gestalten können und das zahlreiche Publikum wurde gut unterhalten. Es war ein gelungener Abend, der unter dem Motto "Ein Dorf feiert mit seinem Musikverein" stand und von Jagstzeller Vereinen und Gruppen mitgestaltet wurde. Der Musikverein Rosenberg unterhielt die vielen Gäste bis spät in die Nacht.
Beim Zeltgottesdienst am Sonntag morgen gedachte man der Verstorbenen Mitglieder des Musikvereins. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor Jagstzell und dem Musikverein Jagstzell mitgestaltet. Der anschließende Frühschoppen wurde vom Musikverein Unterkochen bis zum frühen Nachmittag musikalisch umrahmt.
Der herrliche Sonnenschein lockte viele Gäste aus der Umgebung an. Hunderte von Schaulustigen drängten sich auf den Bürgersteigen, wo man an besonders attraktiven Stellen fast keinen optimalen Stehplatz mehr bekam. Die Kinder erkannten diese Problem rasch und machten sich kurzerhand sitzend auf dem äußeren Rand der Fußgängerwege breit. Dort genossen sie entsprechend den hautnahen Kontakt zu den Akteuren des Umzugs, der vom Wasserturm aus startete, am "Rössle" vorbei und durch die Unterführung hindurch weiterzog, um dann schließlich an der Raiffeisenbank vorbei zum Festzelt zu gelangen.
Vierzig Musikkapellen, Gesangsvereine und viele Jagstzeller Vereinsgruppen, die mit prächtig hergerichteten Festwagen ihre jeweiligen Sportarten humorvoll interpretierten, brachten für eine Stunde den Verkehr im Dorf zum Erliegen und sorgten für eine Superstimmung unter den Zuschauern. Alle teilnehmenden Gruppen wurden gleichermaßen bejubelt und gefeiert. Jeder Musikverein präsentierte seine herausgeputzten farbenfrohen Kostüme und die blitzenden Instrumente im rhythmischen Gleichschritt. Scharfe Trompetenklänge, sonore Posaunen, knackiger Tubasound und helles Glöckchengebimmel schufen an allen Ecken und Enden Heiterkeit und gute Laune beim Volk.
Ihrer Phantasie freien lauf ließen die Jagstzeller Vereine bei der Gestaltung ihrer Festwagen. Die Tennis- und Tischtennismannschaft war bspw. immer am Ball auf einem mit einer Schicht Sand aufgefüllten "Mini-Spielfeld", das man einfach in einen Hänger verlegte. Dort war neben vielen bunten Luftballons auch ein Tennisnetz gespannt, wo sich in paar Sportler am gelben Filzball versuchten. Ein langes, knallig rotes Oldtimer-Kabriolett bot den Zuschauern neben einem urigen ockerfarbenen Motorradgespann zusätzlichen optischen Genuss.
Natürlich durfte auch die freiwillige Feuerwehr nicht fehlen, die für den einen oder anderen Abkühlung in Form eines Wasserstrahls brachte, den die Floriansjünger mit ihren archaischen Spritzpumpen immer wieder in die heitere Menge abfeuerten.
Für die Jagstzeller aktiven Musikanten war der Einmarsch in das volle Festzelt ein großes Erlebnis.
Das Festzelt war den gesamten Nachmittag über prall mit Leuten gefüllt, die von der Unterhaltungsmusik des Musikvereins Hüttlingen, des Musikvereins Dalkingen und des Musikvereins Sulzberg im Allgäu auf das Beste unterhalten wurden. Es entstand keine Kurzweile.
Gegen Abend spielte die Tanzkapelle "Lädds Däns" zum Tanz auf, was auch nicht nur von vielen Musikerinnen und Musiker genutzt wurde.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurde zusammen mit dem Patenverein Hüttlingen und dem Musikverein Jagstzell der "Große Zapfenstreich", unterstützt durch die Freiwillige Feuerwehr Jagstzell, abgehalten. Auch dies wurde ein voller Erfolg und ein würdiger Abschluss eines denkwürdigen Tages.
Der Montag Nachmittag war den Jagstzellern Kindern gewidmet. Trotz Regenwolken und leichtem Nieselregen konnte der sehr schöne Festzug stattfinden. Alle Kinder hatten beim Kinderfest der Gemeinde Jagstzell viel Spaß, obwohl die aufgebaute Spielwiese aufgrund des Wetters zum Teil kurzerhand in das Festzelt verlegt wurde.
Das "Original Gamsbart Trio" heizte am Montag Abend vor wiederum vollem Zelt so richtig ein. Es war ein schöner Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten. 

1999

Das Vereinsjahr war geprägt von vielen Auftritten mit Unterhaltungsmusik, Ständchen und Festumzügen. Auch bei weltlichen und kirchlichen Anlässen war der Musikverein zugegen. Besonders zu erwähnen war das Frühlingsfest in Ellwangen, das Straßenfest in Iggingen, die Rundfunkaufnahme sowie das Seefest in Ellenberg. 
Das traditionelle Neujahrskonzert wurde mit dem Musikverein Dewangen abgehalten und war für alle Musiker sehr anspruchsvoll.
Beim 75jährigen Jubiläum des Gesangvereins Dankoltsweiler war der Musikverein als Festkapelle gefordert. Angefangen mit der heiligen Messe am Morgen, über den Frühschoppen, dem Festumzug bis hin zur Gestaltung des Nachmittags einschließlich Fahneneinmarsch. Für den Festumzug wurde ein Festwagen geschmückt und die Festkinder zusammen mit den aktiven "Oldies" hatten ein Menge Spaß. Auch beim 25jährigen Jubiläum des Reitvereins wirkte der Musikverein mit und gestaltete den Festabend bzw. den bunten Abend. 
Nach langer Zeit wurde beim Sommerfest des Musikvereins am Freitag Abend wieder eine Bierprobe abgehalten, welche gut von den Jagstzellern Bürgern und Auswärtigen besucht wurde.
Steibis war das Ziel des Ausfluges des Musikvereins in diesem Jahr.
Einen gelungenen Auftritt absolvierte die Jugendgruppe beim Jugendkritikspiel in Unterschneidheim.
Das für November geplante Weinfest wurde durch den überraschenden Tod des ehemaligen aktiven Musikers Herbert Wachter abgesagt. 
Der Musikverein zählt nun 334 passive und 60 aktive Musiker.

2000 

Im Millenniumsjahr 2000 warteten wieder große Aufgaben für den Musikverein. Zu Beginn musste man sich auf das Konzert beim Musikverein Sulzberg im Allgäu und gleichzeitig auf die CD-Aufnahme mit dem Titel "Musikverein Jagstzell 2000" vorbereiten. Beides, wie auch das 6. Jagstzeller Straßenfest, wurde ein voller Erfolg. 
Viel Spaß hatten die Musiker beim Rathaussturm mit dem wilden Heer am Rosenmontag.
Die Sommerzeit stand ganz im Zeichen von vielen Auftritten mit Unterhaltungsmusik, Ständchen und Festumzügen.
Beim Sommerfest konnte Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten verpflichtet werden, die den Gästen eine gute Blasmusik boten.
Nach der Sommerpause begannen für die Musiker wieder die Vorbereitungen für weitere Konzerte. So spielte man im Dezember in Neuler mit einem sehr anspruchsvollen Programm und die aktiven Musiker wurden mit großem Beifall belohnt.


2001 

Das Neujahrskonzert fand am 6. Januar zusammen mit dem Musikverein Röhlingen statt. Auch die Jugendkapelle mit 22 Auszubildenden durfte ihr musikalisches Können unter Beweis stellen.
Das Ehrenmitglied Klemens Wunder wurde für 50 Jahre aktives Musizieren mit einer seltenen Ehrung des Kreisverbandes ausgezeichnet.
Am 27. April fand der zweite musikalische Höhepunkt des Musikvereins in Form eines Kirchenkonzertes statt. Zusammen mit den Sängerinnen und Sänger von "Choralle" wurde den Gästen sakrale Musik konzertant vorgetragen.
Im Herbst wurde wieder mit dem Obst- und Gartenbauverein das Weinfest in der Alten Schule abgehalten.

Der Ausflug des Musikvereins führte dieses Jahr nach Köln.

2002 

Als musikalischer Höhepunkt ist das Konzert in Unterkochen zu erwähnen.
Das Sommerfest wurde dieses Jahr nur an Samstag und Sonntag abgehalten.
Der Musikverein nahm erneut an einem Wertungsspiel in Westhausen teil und erreichte in der Mittelstufe ein "sehr gut".

Der Verein zählt nun 402 Mitglieder. Der Musikverein kann auf 73 aktive Musikerinnen und Musiker aufbauen. Zu Ehrenmitglieder sind 10 Personen ernannt.
Zahlreiche Aktivitäten wurden im laufenden Jahr absolviert. So wurde beispielsweise eine neue Bühne für das traditionelle Sommerfest von vielen fleißigen Helfern konstruiert, geschweißt und mit Brettern versehen.


2003 

Der Musikverein musste 50 Auftritte verschiedenster Art absolvieren. 
Das 80jährige Wiegenfest des Musikvereins wurde mit dem Jahreskonzert eingestimmt.
Als besonders herausragend war das auf dem Schloss Ellwangen mit den Hohenlohe Highlanders gestaltete Tattoo. Mit diesem stimmungsvollen schottischen Spektakel wagte sich der Musikverein auf ein ganz neues musikalisches Terrain.
Das jährlich stattfindende Sommerfest wurde sehr gut besucht. Durch vielseitige Tanzeinlagen, selbstgemachten Hitzkuchen und den erneuten Einsatz der Hohenlohe Highlanders bei einem gemeinsamen Zapfenstreich konnten viele Jagstzeller zum Bleiben animiert werden.

Für langjährige Mitgliedschaft zum Musikverein konnten zahlreiche Männer und Frauen geehrt werden.
Für 20jährige passive Mitgliedschaft: Josef Elser, Anton Gärtner, Elfriede Hilsenbek, Julianna Schimmele, Frieder Schluck,  Franz Schneider, Roswitha Utz, Maria Vetter, Thea Wäscher, Dr. Bertram Dreßler und Reinhold Schiele. 
Für 30jährige passive Mitgliedschaft : Hans-Peter Baumann, Ekkehard Klos, Raimund Prochaska, Hans Rettenmeier, Josef Rettenmeier, Engelbert Schenk, Emilie Schlosser, Rita Schneider, Rupert Walter und Wilhelm Klingler.
Für 40 Jahre passive Mitgliedschaft: Fritz Hermann und Josef Schips.
Für 50 Jahre passive Mitgliedschaft: Josef Gärtner, Josef Riedmüller und Josef Wunder.
Die Satzung des Musikvereins Jagstzell e.V. wurde vollständig neu gefaßt. Dabei wurden insbesondere veraltete Formulierungen überarbeitet und der Bereich Jugend vollständig ergänzt.
Das alte Schulhaus, in dem der Musikverein sein Domizil und Proberäume hat, wurde renoviert. Hierfür waren zahlreiche Umbaumaßnahmen von den aktiven und passiven Mitgliedern in vielen freiwilligen Arbeitsstunden zu bewältigen.
Auch ein hervorragendes Abschneiden beim Jugendkritikspiel konnte erreicht werden,  insbesondere das Flötenduo Petra Engelhard und Sabrina Walter erzielte die Bestnote "hervorragend".
Im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren hielt der Musikverein wieder einen Ausflug ab.

2004

Das Vereinsjahr wurde durch den Wechsel in der Vorstandschaft bestimmt. Als neuen Vorsitzenden konnte Peter Hahn gewonnen werden. Sein Stellvertreter ist Roland Egetenmeier. Als Kassier wurde Lothar Egetenmeier verpflichtet. Schriftführerin Ulrike Schenk übernahm nochmals für 3 Jahre das Amt. Siegfried Wunder wurde als Jugendleiter gewählt. Die aktiven Beisitzer Thomas Schlosser, Heribert Erhard und Philipp Röhrle übernahmen ebenso wie die Kassenprüfer Anton Sorg und Hermann Rettenmeier das Amt für weitere 3 Jahre. Für den passiven Beisitz konnten Jürgen Walter und Rupert Keppler ernannt werden.
Es stehen als Highlight das Kirchenkonzert, das Konzert in Stimpfach und das 7. Jagstzeller Straßenfest an.
Die Umbauten des Alten Schulhauses wurden abgeschlossen und am 1. Mai mit einem Tag der "Offenen Türe" gefeiert.

Im Juni fand das 7. Jagstzeller Straßenfest statt, bei dem der Musikverein neben der Bewirtung für die musikalische Umrahmung zu sorgen hatte u. a. mit einem Sternmarsch der Musikkapellen aus Rosenberg und Stimpfach sowie dem Turmblasen aus dem Jagstzeller Kirchturm. Trotz schlechter Wetterprognose und kühlen Temperaturen wurde bis in den Morgen gefeiert. Ein krönendes Feuerwerk beendete dieses Fest.
 
Im Juli wurde das Sommerfest des Musikvereins gefeiert. Auch im Juli waren kühle Temperaturen und Aprilwetter. Doch die "4 Tiroler Buam" heizten dem Publikum am Samstag Abend richtig ein, so dass es trotz alledem doch ein gelungener Abend wurde.

 

2005

Am 08. Januar fand das traditionelle Jahreskonzert statt. Als Gastkapelle konnte der Musikverein Bühlertann gewonnen werden.
Den Anfang des Konzertabends machte die Jugendkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Siegfried Wunder. Die 26 Jugendlichen - von denen ein Teil in diesem Jahr den D1-Lehrgang mit sehr guten Ergebnissen bestanden hat - zeigten eine beachtliche Leistung und durften erst nach ihrer Zugabe, einem fetzigen Rock 'n' Roll, die Bühne verlassen.
Den zweiten Konzertteil gestaltete der Musikverein Bühlertann. Nach seinem Auftaktstück "Under the banner of peace", beschrieb der Musikverein mit dem tongewaltigen Stück "Tirol 1809" den Kampf des Andreas Hofer am Berg Isel.
Nach dem "Rondo Barocco" glänzten die Solisten aus Bühlertann bei der "Disney Fantasy". Nach dem gelungenen Beweis, dass man Bachs "Toccata in d-Moll" sehr wohl rockig spielen darf, entführte der Musikverein Bühlertann die Zuhörer mit "Mancini Magic" in die Filmwelt.
Erst nach der Zugabe "I do it for you" von Bryan Adams, bei dem Dirigent Richard Beißer persönlich als Solist am Sopransaxophon begeisterte, verabschiedete sich der Musikverein Bühlertann.
Mit der Ouvertüre "Pique Dame" und dem "Frühlingsstimmenwalzer" eröffnete der Musikverein Jagstzell unter der Leitung von Rainer Hahn seinen Konzertteil.
Bei "Bugler's Holiday" überzeugten die Trompeter und Flügelhornspieler aus Jagstzell mit ihrer jazzigen Interpretation. Mit "Shirim" gelang dem Musikverein ein Ausflug in die Klezmer-Musik und in jüdische Traditionen, was auch durch die ansprechende Präsentation auf der Großbildleinwand unterstützt wurde.
Nach den Stücken "Moment for Morricone" und dem "Astronautenmarsch" konnte Vorstand Peter Hahn die Klarinettistinnen Yvonne Vess, Simone Vees und Dorothee Sorg ehren, die den schon recht schwierigen D3-Lehrgang durchweg mit sehr guten Ergebnissen bestanden haben.
Bei der nachfolgenden Zugabe "Baritonexpress" nahm der "Lokführer" des Musikvereins, Peter Hahn, die Gäste mit auf eine rasante Fahrt durch das Allgäu. Mit den "Regimentskindern" verabschiedete sich der Musikverein für dieses Jahr bei seinen Konzertbesuchern.
 
Am 12. März fand das 1. Jagstzeller Starkbierfest statt. Trotz Schnee und vereisten Straßen fühlten sich die Besucher in der - bis auf den letzten Platz besetzten - blau-weiß dekorierten Turnhalle wie in einem bayrischen Biergarten.
Zünftige Biermusik, amüsante Einlagen, spannende Wettkämpfe und süffiges Starkbier sorgten für gute Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl war dank der beiden Küchenchefs Jürgen Walter und Moni Hahn bestens gesorgt. So konnten sich die Gäste an verschiedenen Maultaschen mit Bärlauch-, Lachs-, Pilz- und Fleischfüllung mit zahlreichen Soßen, sowie Sauerkraut und Salate vom Buffet satt essen.
Erst weit nach Mitternacht ging die durchweg gelungene Veranstaltung zu Ende.

  
 

2006

Am 07. Januar fand erneut das traditionelle Jahreskonzert statt, welches der Musikverein alleine bestritt.
Zu Beginn des Konzertes spielte die Jugendkapelle unter der Leitung des Dirigenten Siegfried Wunder.
Es wurden klassische Stücke vorgetragen wie etwa die "Toccata in d-moll" und "Winter" aus "Vier Jahreszeiten" oder auch ein rockiges Stück wie "The Lion sleeps tonight". Die Jugendkapelle wurde mit viel Beifall und nicht ohne eine Zugabe geehrt.
Den zweiten Konzertteil gestaltete die Aktivenkapelle des Musikvereins. Das gesamte Programm war eine bunte Mischung, was die Musik bot. Ob eine Ouventure, eine Filmmelodie zu den "Piraten der Karibik", ein Soli-Stück für den gesamten Trompeten- und Flügelhornsatz, ein Flötensolo zu keltischen Melodien, ein Gesangsstück - vorgetragen von Julia Wunder -, ein Alphorn-Soli mit 4 Alphörnern und Musikkapelle oder ein modernes Stück mit abwechselnden Tempi: der Musikverein bot jedem Zuhörer der ausverkauften Festhalle einen Ohrenschmaus besonderer Art.
Gegen Ende der Veranstaltung konnten noch zahlreiche aktive Musiker geehrt werden. Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Ulrike Schenk, Stefan Wiedenhöfer, Jens Walter und Michael Gärtner, für 30 Jahre aktives Musizieren Lothar und Roland Egetenmeier geehrt.

Am 18. März findet nach großartigem Erfolg des letzten Jahres erneut das Starkbierfest statt.
 
Gleichzeitig mit dem Sommerfest des Musikvereins fanden die letzten beiden Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Mit einem Beamer wurden das "Kleine Finale" und das Finale der WM im Festzelt unter großer Anteilnahme und Jubel der fußballbegeisterten Bevölkerung übertragen.

Einen mehr als überzeugenden Eindruck wurde beim Wertungsspiel in Fachsenfeld am 16. Juli hinterlassen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte trat die Kapelle in der Klasse "Oberstufe" vor die Jury. Der Dirigent Rainer Hahn hatte ein "goldenes Händchen" für die Auswahl der Stücke und der Musikverein erzielte die Note "Hervorragend" in der Gesamtbewertung, was anschließend gebührend gefeiert wurde.


 

2007
Am 06. Januar fand wieder das Jahreskonzert statt.
Zu Beginn des Konzertes spielte die Jugendkapelle unter der Leitung des Jugenddirigenten Siegfried Wunder. Dieser wurde erstmalig vom Chor der Grund- und Hauptschule Jagstzell mit Gesang unterstützt.
Erneut wurden alle musikalischen Höhepunkte der aktiven Kapelle mit Bravour gemeistert und das Publikum war auch mit der Auswahl der Stücke sehr begeistert.
In der Pause wurden Ehrungen vorgenommen. Matthias Hänle wurde für den sehr erfolgreichen D3-Lehrgang (Note "sehr gut") geehrt. Für 10 Jahre aktive Musik wurden geehrt: Phillip Röhrle,  Marc Sünder, Daniel Walter, Tobias Schneider, Claudia Riek und Joachim Röhrle. Für 20 Jahre aktive Musik wurde Klaus Fauser geehrt und für 30 Jahre aktive Musik Norbert Gschwender, Matthias Schlosser und Thomas Schlosser. Für 10jährige Dirigententätigkeit wurde Rainer Hahn und für 10 Jahre Jugenddirigent wurde Siegfried Wunder geehrt.
Erneut war das Starkbierfest wieder ein voller Erfolg. Viele gelungene Einlagen wurden von den aktiven Musikern dem Publikum dargeboten und fanden großen Anklang. Die unterhaltsame Musik der "kleinen" Musikergruppe sorgte für gute Stimmung. Die Küchenchefs Jürgen Walter und Moni Hahn sorgten erneut für das leibliche Wohl. 
Dieses Jahr fand im Mai erneut ein Kirchenkonzert mit dem Musikverein Jagstzell statt. 
Auch das Sommerfest fand wieder statt. Am Freitag sorgten Tanzgruppen des Sportvereins Jagstzell unter Simone Vees und Regine Wunder für ein volles Festzelt und äußerst gelungene Tanzeinlagen.
Auch an den restlichen Festtagen wurde das Festzelt von vielen Festbesuchern aufgesucht und es konnte insgesamt ein gutes Ergebnis eingeholt werden.
Die seitherige Jugendgruppe unter der Leitung von Siegfried Wunder wurde vollständig in die aktive Gruppe integriert, so dass der Musikverein nun aus insgesamt ca. 65 Musikerinnen und Musiker besteht.
Nach der Sommerpause wurde eine neue Jugendgruppe aus 20 ausbildungswilligen Musikschülern gebildet. Neben Trompete, Posaune, Klarinette und Saxophon sind noch Flöte und Schlagzeug in Ausbildung.  


2008
Das Jubiläumsjahr - 85 Jahre Musikverein Jagstzell - begann für den Musikverein mit dem Jubiläumskonzert, welches er zusammen mit dem Musikverein Hohberg-Plüderhausen bestritt. Neben dem anspruchsvollen Musikstück "Indiana Jones Selection" glänzte auch die Oboe-Solistin Katja Hahn mit dem Stück "Scherzetto".

Als besonderes Highlight wurde für dieses Jahr eine weitere CD mit dem Titel " 85 Jahre Musikverein Jagstzell" aufgenommen. Diese wurde auf dem "8. Jagstzeller Straßenfest" der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein weiterer Höhepunkt des Straßenfestes war der Auftritt aller Jugendlichen der Tänzerinnen und Tänzer des Sportvereins. Sie führten das Stück "Das Phantom der Oper" auf. Der Musikverein umrahmte dieses Stück live mit musikalischen Auszügen aus diesem Musical. Da auch besondere Lichteffekte eingesetzt wurden, zählte diese Aufführung zu den ganz speziellen Besonderheiten. Hier gilt der Dank an alle Mitwirkenden.

Das Sommerfest stand ebenfalls im Motto des Jubiläumsjahres. Als musikalisches "Schmankerl" spielte der Musikverein zusammen mit der "Hohenlohe Highlanders Pipes and Drums" einen "schottischen" Zapfenstreich. Dass diese "Schotten" auch ihr Instrument - den Dudelsack und die Trommeln - beherrschten, zeigten sie anschließend im Bierzelt. Hier spielten sie nochmals kräftig auf und durften erst nach mehreren Zugaben das Zelt wieder verlassen.

Das übrige Vereinsjahr war geprägt von vielen Allerlei. Ob Geburtstag, Hochzeit, Fest, Jubiläum oder Beerdigung, immer stand der Musikverein seinen "Mann" und zeigte Präsenz.

 

2009
Das Neujahrskonzert fand am 10. Januar statt. Dieses Konzert bestritt der Musikverein alleine.
Es wurden zahlreiche Ehrungen verliehen. 
Als wichtiger Hinweis ist anzumerken, dass die Satzung des Musikvereins bei der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung teilweise verbessert, aktualisiert und verändert wurde. So wurde festgelegt, dass auch die aktiven Musiker einen finanziellen Obolus zu leisten haben, um die geringer werdenden Vereinseinnahmen aufzubessern. 
Dieses Jahr fand wieder ein Vereinsausflug statt. Er führte uns in die Nähe des höchsten Berges von Deutschland: der Zugspitze. Dieses Mal war uns die Sonne wieder wohl gesonnen und zeigte sich von seiner schönen Seite, so dass der zweitägige Ausflug mit einer wunderschönen Wanderung in der Nähe von Ehrwald begonnen werden konnte. Am nächsten Tag wurde die Zugspitze per Seilbahn "erklommen". Anschließend wurde in der Nähe der Seilbahn-Talstation ein Platzkonzert gegeben. 
Das Sommerfest stellte keinen allzu großen musikalischen Höhepunkt dar. Auch sonst war das Jahr - aus musikalischer Sicht - recht ruhig.
Das "Rückspiel" zum Musikverein Plüderhausen-Hohberg aus dem Jubiläumsjahr 2008 wurde noch im Herbst mit unserem Klaus Prochaska als Dirigent geleistet. Erstmals "durfte" Klaus ein komplettes Konzertprogramm als Dirigent  - Rainer Hahn war verhindert - vorstehen. Trotz einem gewissen Lampenfieber von allen Musikern konnte das Konzert als hervorragender Erfolg verbucht werden. Als Belohnung dafür wurde uns von den Musikern von Plüderhausen-Hohberg ein ganzes Fass Bier gestiftet. 

 

2010
Das Neujahrskonzert fand am 09. Januar statt.
Erstmals wurde im ersten Konzertteil ein Projektorchester unter der Leitung des Jugendorchester-Dirigenten Siegfried Wunder dargeboten. Die Jugendgruppe erhielt dabei Unterstützung von aktiven Jugendlichen. Es wurde das Stück "Band Land" als vertonte Geschichte von Instrumenten dem Publikum geboten.

Mit diesem Konzert verabschiedete sich der Dirigent Rainer Hahn nach 13jährigem Dirigat.  Das Konzert bestand aus den "Highlights" seiner Dirigententätigkeit, wie z.B. "Das Phantom der Oper", "Titanic", "The pirates of the carribean" usw.
Als gelungene Überraschung konnten die Musiker von den HHPD (Hohenlohe Highlanders Pipes & Drums) mit ihrem Stabführer Marco Kronenwetter zu einem spontanem Auftritt "überredet" werden. 
Als neuen Dirigenten konnte glücklicherweise erneut ein Musiker aus den eigenen Reihen gewonnen werden: Klaus Prochaska. Während des Konzertes fand die Stabübergabe offiziell statt. Die erste Tätigkeit als neuer Dirigent war ein Ständchen für den scheidenden Dirigenten in gesungener und gespielter Manier, zusammen mit den HHPD's. Rainer Hahn freut sich, wieder als Bassist und Posaunist in die Musikerreihen zurücktreten zu können.
Während des Konzerts wurden zahlreiche Musiker geehrt. Für 10jährige aktive Mitgliedschaft: Dorothee Sorg, Maria Spang, Matthias Hänle, Simone Vees, Martin Kretschmaier, Sabrina Walter. Für 20jährige aktive Mitgliedschaft: Christine Mack, Josef Gärtner und Heiko Vees. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft als Musiker wurde Hermann Vees ausgezeichnet.
Für 15jähriges Engagement als aktiver Beisitzer in der Vorstandschaft erhielten Heribert Erhard und Thomas Schlosser eine Auszeichnung.
Im März wurde erneut - nach einem Jahr Pause - das Starkbierfest gefeiert. Dieses Mal wurden bayrische Genüsse (Vesper- und Käseplatten) als kulinarische Schmankerl dargeboten, was sich die Jagstzeller herzhaft munden ließen. Bis früh in den Morgen wurde das Starkbier - welches restlos getrunken wurde - ausgeschenkt. Zahlreiche Preise wurden unter den anwesenden Gästen mit verschiedenen Darbietungen vergeben. 
Dieses Vereinsjahr war von vielen Aktivitäten geprägt: Im Juni wurden die Waldtage bei Jagstzell-Keuerstatt abgehalten. Hier war der Musikverein stark engagiert in der Bewirtung der Gäste. Da das Wetter hielt, was es versprach (kein Regen), wurden ca. 10 000 Besucher für diese 2 Tage erwartet. Tatsächlich gekommen sind dann doch ca. 18.000 Menschen. Zusammen mit den Vereinen wie Sportverein, Schützenverein, Kleintierzuchtverein und Feuerwehr Jagstzell wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Dass diese immense Menge an Leuten so gut verköstigt wurden, lag am Verdienst der Hauptamtlichen. Dies wurde durch viel Lob von allen Seiten bestätigt. 
Kurz darauf fand das jährliche Kreisverbandsmusikfest in Röhlingen statt. Hier wurde auch ein Wertungsspiel abgehalten, an dem der Musikverein Jagstzell mit seinem neuen Dirigenten Klaus Prochaska teilnahm. In der Kategorie 4 (Oberstufe) erreichte der Musikverein ein sehr achtungsvolles "sehr gut". Nur knapp wurde an der Bewertung "hervorragend" mit nur 1,6 Punkten Unterschied vorbeigeschrammt.
Das jährliche Sommerfest fand wieder im Juli statt, nur knapp nach dem Wertungsspiel. Für die fußballbegeisterten Festzeltbesucher wurden die Fußballspiele, die in Südafrika stattfanden, die Möglichkeit gegeben, das kleine und große Endspiel im Festzelt anzusehen. Deutschland errang einen sehr guten 3. Platz bei dieser WM. Leider konnte die große Sommerhitze nicht so viele Festzeltbesucher anlocken wie gewünscht. Trotzdem wurde drei Tage lang gefeiert. Es folgte dann die lang ersehnte und wohlverdiente probenfreie Sommerpause.
Doch gleich nach der Sommerpause stand erneut ein wichtiger Termin an: Die Hohenlohe Highlanders Pipes and Drums feierten ihr 10jähriges Bestehen. An so einem wichtigen Termin darf auch der Musikverein Jagstzell nicht fehlen und wir nahmen die Einladung des "Drum Majors" Marco Kronenwetter gerne an. Der Crailsheimer Hangar war komplett ausverkauft und so konnten nicht nur die Pipes und Drums zeigen, was sie "drauf" haben, sondern auch der Musikverein konnte mit einer Gesangseinlage die Zuschauer und -hörer überzeugen.
Kaum war dieser Auftritt vorbei, stand bereits der nächste Termin vor der Türe. In Laufen (am Kocher) durften wir den zweiten Teil des Jahreskonzertes bestreiten. Auch hier konnte der Musikverein Jagstzell durch gute dargebotene Musik glänzen.

 
 
2011
Das Jahreskonzert des Musikvereins Jagstzell fand am 08. Januar statt. In der vollbesetzten Festhalle konnte zunächst die neu gebildete Anfängergruppe, die Mini's, unter der Leitung der Dirigentin Simone Vees mit Vorträgen glänzen. Anschließend spielte die Jugendkapelle unter der Leitung von Siegfried Wunder das bekannte Stück "Bolero" von M. Ravel. Danach wurde das Stück "König der Löwen" mit einer Tanzeinlage der HipHop-Girls des Sportvereins Jagstzell dargeboten, was großen Beifall auslöste.
Unter der Leitung von Klaus Prochaska konnten dann die "Großen" ihr Können zeigen. Es wurden z.B. die Stücke "Petöfi", der "Kaiser-Walzer" und der Marsch "Wien bleibt Wien" den aufmerksamen Zuhörern kredenzt. Nach der Pause fand das Stück aus dem Musical "Tanz der Vampire" großen Anklang. Als Solistin konnte Esther Fruh glänzen. Als reines Solostück für Es-Bariton-Saxophon wurde "Mah Na Mah Na" von Patrick Walter so gekonnt dargeboten, dass bei manchem der Fuß automatisch mitwippte. Dass die Jagstzeller Musiker auch in "guter Stimmung" sind, konnten sie mit dem Stück "Wir Musikanten" unter Beweis stellen. Die Gesangspassage musste unter großem Beifall nochmals wiederholt werden. 
Das Kirchenkonzert, welches zusammen mit dem Chor "Choralle" unter der Leitung von Julia Wunder auftrat, bot Anfang April das Musical "Joseph and the amazing technicolor dreamcoat"  dar. Auch der Kirchenchor Jagstzell unter der Stabführung von Frau Bettina Kartak zeigten ihr Können. Während des Kirchenkonzertes wurde dem Kirchenchor Jagstzell die selten vergebene "Palaestrina-Medaille" verliehen. Diese Medaille wird nur an Institutionen vergeben, die eine kirchenmusika
lische Tätigkeit von mindestens 100 Jahren nachweisen können. Der Kirchenchor Jagstzell kann sogar eine über 150-jährige Geschichte belegen.

Ein weiteres Highlight war in diesem Jahr erneut das 5. Tattoo im Schloss ob Ellwangen. Zusammen mit den Hohenlohe Highlander Pipes and Drums und vielen anderen Akteuren wurde ein überwältigendes Ereignis dargeboten. Um nur einen kleinen Ausschnitt aufzuzeichnen, seinen die Bands der Italiener aus Lonate Pozzolo, die niederländische Show- und Marschband K&G Leiden, der Tambourencorps Ryburg aus der Schweiz und der Musikkorps aus Ufhausen erwähnt. Ein Gesamtchor mit ca. 130 Pipern und Drummern ließen einem die Gänsehaut bekommen. Der Musikverein hat dieses Mal an beiden Tagen mitgewirkt und konnte so seinen Namen weit über die Landesgrenze hinaus tragen.  

 
 
2012
Am 07. Januar fand in der prall gefüllten Festhalle das Jahreskonzert des Musikvereins statt. Traditionell konnten zunächst die Minis unter der Leitung der Dirigentin Simone Vees ihren musikalischen Ausbildungsstand vorzeigen. Der Jugenddirigent Siegfried Wunder führte dann den Leistungsstand der Jugendkapelle und Jugendgruppe mit dem Stück "Canticle of the saints" vor.
Als Gastkapelle konnte der Vorstand Peter Hahn den Gesang- und Musikverein Durlangen unter der Leitung von Dirigent Markus Kottmann ankündigen. Gekonnt und mit hohem musikalischem Können wurden die Vorträge - darunter auch ein Solostück mit dem Xylophon - dem anwesendem Publikum dargeboten. Nach der Pause durfte dann der Musikverein Jagstzell sein Können unter der Leitung von Klaus Prochaska zeigen. Neben den Stücken "La Gazza Ladra - Die diebische Elster", "West Side Story" und "TV-Kultabend" konnte auch die Solistin Simone Vees mit dem Höchststufenstück "Introduction, Theme und Variations" zeigen, was man mit der Klarinette so alles anstellen kann. Das Publikum war von allen Vorträgen restlos begeistert, so dass am Schluss nochmals beide Vereine zusammen Zugaben spielten. 
Im Rahmen des Jahreskonzerts wurden einige Ehrungen vom Vorsitzenden des Blasmusikverbandes Ostalbkreis, Bernhard Winter, ausgesprochen. Für zehn Jahre aktives Musizieren wurde Martin Drukenmüller geehrt. Für zwanzig Jahre als aktive Musikerinnen wurden Julia Wunder und Claudia Wagner ausgezeichnet. Dirigent Klaus Prochaska wurde für 30 Jahre Treue zum Verein geehrt. Maria Hahn und Bernd Engelhard wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme am D3-Lehrgang geehrt und Simone Vees für ihren erfolgreichen C3-Dirigentenlehrgang.





 
 

(Auszug aus dem Jubiläumsbuch "75 Jahre Musikverein Jagstzell"; Herausgeber: Musikverein Jagstzell e.V.)